Rheinland-Pfalz: Aral öffnet 300-kW-Ladestation für E-Lkw

Damit schwere Lastwagen große Strecken elektrisch fahren können, ist ein besonders leistungsfähiges Ladenetz erforderlich. Am Aral-Standort in Schwegenheim (Rheinland-Pfalz) hat der Konzern eine erste Lademöglichkeit für mittlere und schwere LKW aufgebaut(öffnet im neuen Fenster) . Diese kann an zwei Ladesäulen jeweils bis zu 300 kW laden.
Daimler Truck und Aral haben bei der Definition von Anforderungen an eine Lkw-Ladestation zusammengearbeitet. Die Idee ist, dass Lkw, die mit 300 kW geladen werden, während der 45-minütigen, gesetzlich vorgeschriebenen Pause Strom für eine Reichweite von etwa 150-200 km nachladen. Vor Ort können die Fahrer sich verpflegen und Sanitäranlagen nutzen.
Im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 1.000 elektrische Lkw verkauft, wobei es sich hier meist um kleine Fahrzeuge handelt. Nach den Erwartungen von Aral sollen 2030 in Europa 150.000 Lastkraftwagen elektrisch unterwegs sein, davon mehr als 40 Prozent in Deutschland. Dafür müssen aber auch die entsprechenden Lademöglichkeiten geschaffen werden, die es den Fahrern erlauben, ohne langes Warten und vor allem entlang der Strecke laden zu können.
Für Autofahrer baut Aral sein Schnellladenetz ebenfalls aus(öffnet im neuen Fenster) . Derzeit gibt es nach Angaben des Unternehmens an über 150 Standorten rund 860 Ladepunkte. Bis Ende des Jahres 2022 sollen Elektroautofahrer bereits an 1.500 und bis Ende 2025 an rund 5.000 Ladepunkten in Deutschland ihr Elektrofahrzeug aufladen können.
Neben kontaktlosen und direkten Zahlungsmöglichkeiten hat Aral Anfang 2022 auch die Plug&Charge-Technik bei seinen Ladesäulen eingeführt, wodurch die Bezahlung automatisch nach Beendigung des Ladevorgangs erfolgt – ohne Ladekarte oder App. Dieses Verfahren muss das Fahrzeug allerdings unterstützen. Die Methode ist mit der Norm ISO 15118 standardisiert . Die Daten werden verschlüsselt übertragen und sollen so vor Missbrauch geschützt sein.



