Rheinenergie: Rechenzentren warten 7 bis 15 Jahre auf Energienetze
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Selbst der Bau von kleineren Rechenzentren scheitert derzeit oft an der Netzanschlusskapazität. Stephan Segbers, Vertriebsvorstand RheinEnergie, sagte(öffnet im neuen Fenster) am 21. Mai 2026 auf der Kongressmesse Anga Com: "Aber wir stellen immer wieder fest, dass gerade auch in den größeren Bereichen der Engpass zunehmend die Energie wird, die Verfügbarkeit von Netzanschlusskapazität. Energienetze lassen sich nicht in zwei oder in drei Jahren ausbauen. Die Antwort lautet in der Regel: Das dauert zwischen 7 und 15 Jahren. " Und er spreche nicht nur über Hyperscaler im dreistelligen Megawatt-Bereich, sondern auch über Projekte, die vielleicht bei 20, 30 MW anbieten, also im Co-Location-Bereich.
Jedoch gebe es auch technische Lösungen für den Inselbetrieb, die es erlaubten, die Übergangszeit zu überbrücken. Doch bei Wasserstoff-Brennstoffzellen ist in der industriellen Praxis Erdgas oft der direkte oder indirekte Ausgangsstoff. Blockheizkraftwerke werden mit Erdgas oder Biogas betrieben. Saubere Energiequellen spielten in der Debatte keine Rolle, dagegen aber eine Gewinnerwartung von 20 bis 30 Prozent durch Rechenzentren und KI.
"Deutschland auch der größte Netzknoten in Europa"
Peter von Dietze, Managing Director bei dem Rechenzentrumsbetreiber Equinix Germany, betonte: "Deutschland ist schon ein wichtiger Markt für Rechenzentren. Man darf nicht vergessen, dass Deutschland auch der größte Netzknoten in Europa und der zweitgrößte der Welt ist. Global sehen wir Deutschland als dritt- oder viertgrößten Markt in der Welt. Unser Ziel ist, diesen Markt weiterzutreiben."
4.000 Datenzentren in Nordamerika, 2.000 in Europa
Nils Kleemann, Chief Technology Officer für Central Europe bei Nokia, rechnete vor: "Wir haben 11.000 Datenzentren weltweit, davon sind 4.000 in Nordamerika und ungefähr 2.000 in Europa." Viel Geld werde aber mit Inferencing verdient. "Dafür brauchen wir aber nicht zentrale, megagroße Datenzentren, sondern viele kleine, was eine Riesenmöglichkeit für all die Kommunen ist."
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