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Rhein-Ruhr: Neuer Peering-Knoten des DE-CIX in Düsseldorf

Der DE-CIX Düsseldorf ermöglicht künftig Peering in der Rhein-Ruhr-Region. Er soll den Austausch zwischen Frankfurt und dem Seekabelzugang in Amsterdam verbessern.

Artikel veröffentlicht am ,
DE-CIX-Technik
DE-CIX-Technik (Bild: Alex Claude/DE-CIX)

Der DE-CIX-Betreiber wird einen neuen Internet Exchange (IX) in Düsseldorf eröffnen. Das gab das Unternehmen am 14. Dezember 2015 bekannt. Grund sei, dass Rhein-Ruhr mit rund 10 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Metropolregion Deutschlands sei. Der DE-CIX ist eine Plattform für Public Peering von Datenverkehr im Internet.

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"Zum anderen wird sich der neue Internet Exchange in Düsseldorf dank seiner günstigen geographischen Lage zu einem wichtigen Brückenkopf für den Internetverkehr zwischen dem größten DE-CIX-Standort in Frankfurt und dem Seekabel-Zugang in Amsterdam entwickeln", erklärten die Betreiber.

Der DE-CIX Düsseldorf werde mit Apollon-Technologie ausgestattet und in einem Rechenzentrum von Interxion mit Zugang zu über 100 Telekommunikationsunternehmen, Internet-Service-Providern (ISP) und Inhalteanbietern einziehen. Der Betriebsbeginn ist für das erste Quartal 2016 geplant. Der DE-CIX wurde zuletzt mit Apollon-Technik ausgebaut, die die Datenübertragungsrate komplett auf 100 GBit/s auslegt. ADVA Optical Networking lieferte das optische Netzwerk für das Metro Carrier Ethernet. Es hatte als Backbone alle Rechenzentrumsstandorte von DE-CIX in Frankfurt miteinander verbunden. Die Vermittlungstechnik im Zentrum von DE-CIX Apollon bilden Systeme von Alcatel-Lucent.

Internetinfrastruktur immer mehr verdichtet

"Wir sehen aktuell den Trend, dass sich die Internetinfrastruktur in verschiedenen Regionen Deutschlands immer mehr verdichtet", sagte Harald A. Summa, Geschäftsführer von DE-CIX Management.

Der DE-CIX Düsseldorf werde neben den Austauschpunkten in Hamburg und München nun ein wichtiger Teil der "regionalen IX-Familie in Deutschland", meinte Summa. In der Landeshauptstadt und Umgebung seien viele Telekommunikations- und Mobile-Unternehmen mit ihrem Hauptsitz vertreten, darunter auch die Deutsche Telekom, die eingeschränkt am Peering teilnimmt.

Unter Peering wird der gleichrangige Datenaustausch zwischen Internetzugangsanbietern verstanden. Der Datenaustausch zwischen den Providern erfolgt meist über Peering Points, auch Internetknoten genannt.

Laut Aussagen Summas vom Februar 2015 erhöhte die Telekom den IPv6-Datenverkehr von 1 GBit/s auf zweimal 10 GBit/s. Allerdings handele es sich bei der Telekom nicht um ein allgemeines Public Peering, sondern ein restriktives Peering, bei dem die Telekom prüfe, welcher Betreiber sich eigne. "Wenn sie Partner findet, müssen die sich bestimmten Regeln der Telekom unterwerfen", sagte Summa. Die frühere Peering-Politik der Telekom sah vor, dass ein Provider in drei verschiedenen Ländern mit ihr peeren musste, damit sie überhaupt über ein Peering-Angebot verhandelte.

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jaykay2342 15. Dez 2015

Niemand muss zum peeren an einem bestimmten IX gezwungen werden. Aber man könnte ja mal...

kammann 15. Dez 2015

Es gibt in Düsseldorf schon seit langer Zeit den Austauschknoten von ECIX mit über 100...

root666 15. Dez 2015

Ich würde mal sagen mit ziemlicher Sicherheit. Wenn es bei Interxion ist, dann wird es...

Friedrich.Thal 14. Dez 2015

Und das Seekabel endet wo? In GB. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik...

Érdna Ldierk 14. Dez 2015

Tja, das passiert wenn Shareholder Value wichtiger ist als alles andere. Und der deutsche...


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