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RFT Kabel: Erschöpfte Kapazitäten im Rohrleitungstiefbau hemmen Branche

Bürokratie und fast keine Möglichkeiten für einen schnellen Rohrleitungstiefbau, beklagt RFT Kabel. Es fehle nicht am Geld, die Probleme lägen woanders.
/ Achim Sawall
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WLAN in der Havelstadt (Bild: RFT Kabel)
WLAN in der Havelstadt Bild: RFT Kabel

Zu den täglichen Herausforderungen eines Netzbetreibers zählen die Überlastung der Ämter durch aufwendige Antragsverfahren und der fehlende Austausch zwischen ihnen, steigender Kostendruck und erschöpfte Kapazitäten im Rohrleitungstiefbau. Das sagte Stefan Tiemann, Geschäftsführer der RFT Kabel bei einem Besuch von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD).

Anders als in anderen Bereichen seien nicht fehlende Finanzmittel der Hauptgrund für den langsamen Breitbandausbau, sondern "das Glasfaserkabel zeitgerecht in den Boden zu bekommen" , stimmte Steinbach zu. "Die feinziselierte Struktur der Genehmigungsverfahren" erschwere einen schnellen Ausbau.

Der lokale Kabelnetzbetreiber RFT Kabel bietet nach Angaben aus dem Jahr 2018 für rund 95.000 Haushalte und Unternehmen in zwanzig brandenburgischen Städten Internet, TV und Telefonie an. RFT Kabel wirbt seit dem Jahr 2016 mit Internetzugängen mit einer maximalen Datenübertagungsrate von 450 MBit/s im Download. Im Upload werden 10.000 KBit/s versprochen.

Auf der Wunschliste des Netzbetreibers stehen digitale Antragsverfahren, die fachliche Aus- und Weiterbildung der Verwaltungsbeschäftigten und Planungssicherheit in Bezug auf Förderprogramme.

"Ich denke, wir müssen das Breitbandthema insgesamt noch einmal neu sortieren. Momentan ist es stark dominiert von den vier großen Telekommunikationsunternehmen." Dies sei eine Hausaufgabe, die in der nächsten Legislaturperiode zu lösen ist, meinte der Wirtschaftsminister. Trotz großer Förderbeträge kommt der Glasfaserausbau in Deutschland nur sehr langsam voran.


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