Rezession: Huawei-CEO erklärt das Überleben zum Hauptziel

Huawei-Gründer Ren Zhengfei soll seine Angestellten auf Maßnahmen gegen eine anhaltende Rezession eingestimmt haben.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Ren Zhengfei ist gerade nicht zum Lachen zumute.
Ren Zhengfei ist gerade nicht zum Lachen zumute. (Bild: Huawei)

Der Gründer und CEO von Huawei hat seine Angestellten auf einen harten Überlebenskurs eingestimmt. Am 22. August 2022 verschickte Ren Zhengfei ein internes Memo. Das berichten übereinstimmend mehrere chinesische Medien wie Yicai. "Wir müssen über die Realitäten sprechen", schrieb der CEO demnach in dem Memo. "Wir müssen zuerst überleben, und wir werden eine Zukunft haben, wenn wir überleben können." Der South China Morning Post hat Huawei die Berichte über das interne Memo weder bestätigt noch dementiert.

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Ren Zhengfei führt in dem Memo, das in Gänze auf dem Webportal von Netease veröffentlicht wurde, die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die Sanktionen gegen Huawei durch die US-Regierung und die Folgen der Coronapandemie als Ursachen für eine Rezession an, von der sich die Weltwirtschaft in den kommenden drei bis fünf Jahren seiner Ansicht nach nicht erholen wird. "Die nächsten zehn Jahre dürften eine sehr schmerzhafte Periode in der Geschichte sein, da die Weltwirtschaft weiterhin rückläufig ist", schreibt er.

Im Geschäftsjahr 2021 sank der Umsatz von Huawei um mehr als 28 Prozent auf 636 Milliarden Yuan - umgerechnet rund 93 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg jedoch auf 113 Milliarden Yuan. Im zweiten Quartal des Jahres 2022 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals seit 2020 wieder an. Dennoch sind diese Zahlen für Huawei noch kein Grund zur Entspannung: Im ersten Halbjahr 2022 lag der Umsatz noch immer knapp 6 Prozent unter dem des Vorjahres.

In dem Memo nennt Ren Zhengfei auch mögliche Konsequenzen. Die Budgets von Forschung und Entwicklung sollen demnach reduziert werden, besonders im Bereich der Elektromobilität. Huawei könnte sich auch von weniger profitablen Märkten zurückziehen. Auch ein Personalabbau wird erwähnt. 2021 sank die Zahl der Beschäftigten von Huawei - erstmals seit 2008 - um 2.000 Angestellte. Die Strategie von Huawei müsse "so angepasst werden, dass sie sich auf Cashflow und reale Gewinne konzentriert und nicht mehr nur auf Umsatzerlöse", heißt es weiter.

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