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Solange die Miete für das Serverrack gezahlt wird, ist egal, was für ein Rechner drinsteckt.
Solange die Miete für das Serverrack gezahlt wird, ist egal, was für ein Rechner drinsteckt. (Bild: Randall Munro/Thing Explainer)

Erwachsenenhumor im Kinderbuchformat

Bilder aus der Kindheit erzeugt auch die Gestaltung von Thing Explainer. Sie ist eine Hommage an die Sach- und Erklärbücher, die hauptsächlich für Kinder im Grundschulalter verlegt werden. Das unhandlich große Format mit Hardcover-Einband und vergleichsweise wenigen Seiten würde so auch gut in die Was-ist-was-Reihe passen. Ein Poster ist beigelegt, das den Aufbau eines Wolkenkratzers darstellt. Ebenso gibt es die von früher wohlbekannten Aufklappseiten.

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Die teils riesigen Zeichnungen von Munroe in ihrer typisch minimalistischen Form stehen im Zentrum jeder Erklärung. Sie werden von kurzen Einführungen und Texten begleitet, die etwa einzelne Bauteile erläutern oder relevante Zusammenhänge darstellen: ein Bilderbuch mit Text also. Die behandelten Themen eignen sich bis auf wenige Ausnahmen wohl aber kaum für Kinder. Sie richten sich an Fans der mehr als 1.500 Webcomics von Munroe wie Elektronikbastler oder Naturwissenschaftsfreaks.

Das zeigt sich auch am Ursprung des Buches, einem Webcomic von Munroe, der vor etwa drei Jahren erschienen ist. Auf Grundlage der originalen Blaupausen der Nasa für die Saturn-5-Rakete wird dort deren Aufbau mit den tausend häufigsten Wörtern erklärt - oder wie Munroe selbst schreibt: mit den "zehn mal hundert Wörtern, die in unserer Sprache am meisten verwendet werden". Die Idee dazu sei ihm beim Prokrastinieren gekommen, sagte Munroe der New York Times.

Versteckte Gags und Querverweise

Und das Buch eignet sich auch für den Leser zur Beschäftigung beim Prokrastinieren. Denn auch bei mehrmaliger Lektüre lassen sich immer noch neue kleine Witze finden, zum Beispiel die Querverweise, die mehrfach im Buch vorkommen, jedoch nur einmal erklärt werden. Etwa die "Maschinen zum Verbrennen von Städten" oder "Hautvögel", die besondere Formen auf Wetterkarten verursachen, aber laut Lebensbaum keine Vögel sind.

Highlights sind auch die Knöpfe auf der Mikrowelle, die "niemand wirklich braucht", etwa für "Tee", "Katzeneier" oder "Gesichtsbuch" sowie teils abfällige Kommentare, die in einem Sachbuch normalerweise nicht zu finden wären. Die deutsche Übersetzung stammt von Ralf Pannowitsch und Benjamin Schilling und ist sehr gelungen. Ihre Arbeit vergleichen die Übersetzer in einer Nachbemerkung mit "20 Kilometer Sackhüpfen". Es hat sich gelohnt!

Wie der Vorgänger "What If" ist auch "Thing Explainer" schon jetzt ein Bestseller und in den USA in den Top 20 der Amazon-Bestseller-Liste aller Bücher. In Deutschland führt Munroe die Amazon-Liste fremdsprachiger Fachbücher an.

Die deutschsprachige Ausgabe ist bei Knaus erschienen und kostet 24,99 Euro.

 Rezension Thing Explainer: Genialer Aberwitz, der immer wieder süchtig macht

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Kleba 08. Dez 2015

Deswegen hab ich das Buch auch von vornherein auf englisch gelesen :-) Musste wenn ich...

der_wahre_hannes 07. Dez 2015

Nein, das muss er nur bei Haudraufhumor. Es gibt aber auch hintergründigeren Humor, da...

Dingens 07. Dez 2015

hmm... na wat denn nu.

r3verend 07. Dez 2015

es wird ihm zumindest zugeschrieben :) aus den bestätigten Zitaten kann man aber mehrere...

Dragon Of Blood 05. Dez 2015

Mit weiter führenden links z.b. in Kooperation mit Wikipedia. Das wäre wirklich genial.



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