Revopoint Pop 2: Tragbarer 3D-Scanner generiert 3D-Dateien aus Objekten

Der Revopoint Pop 2 ist ein 3D-Scanner zum Mitnehmen. Damit lassen sich Dinge der echten Welt virtualisieren - und bei Bedarf 3D-drucken.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Pop 2 kann auf dem Tisch aufgestellt werden.
Der Pop 2 kann auf dem Tisch aufgestellt werden. (Bild: Revopoint)

Das Team von Revopoint bringt einen neuen 3D-Scanner heraus, der diverse Objekte der echten Welt einscannt, digitalisiert und daraus ein 3D-Modell erstellen kann. Der Pop 2 ist ein Nachfolger des bereits angebotenen Pop 1 und wird wie dieser ebenfalls über Kickstarter und Crowdfunding finanziert. Fast 4.500 Menschen haben das Produkt bestellt, 1,9 Millionen Euro hat das Unternehmen dadurch eingenommen.

Beim Pop 2 wird größtenteils die Scanauflösung verbessert. Der Scanner soll mit maximal 0,1 mm Abweichung eine 3D-Punktwolke aus Objekten erstellen können. Die Scanfrequenz liegt bei 10 Bildern pro Sekunde. Es ist daher nicht möglich, sehr schnelle Scans präzise durchzuführen. Und obwohl der Scanner über einen Bildstabilisator verfügt, ist das Scannen in einem kontrollierten Setting für maximale Genauigkeit sinnvoll. Der Hersteller zeigt das etwa durch einen sich langsam rotierenden Drehteller, der von einem aufgestellten Pop 2 aufgenommen wird.

Für dieses Setup stellt der Scanner einen Standfuß bereit. Das Produkt soll aber auch in der Hand gehalten werden können. Neben den 3D-Punkten selbst werden dabei auch die vom Objekt reflektierten Farben aufgenommen. Eine separate Software kann mithilfe dieser Informationen Texturen erstellen und auf die 3D-Objekte legen.

Infrarot und RGB-Kamera

Für die Farbaufnahme ist eine RGB-Kamera vorgesehen. Infrarotkameras messen derweil den Tiefe einzelner Punkte im Raum durch ein Structured-Light-Verfahren. Dabei wird ein IR-Lichtmuster auf das Objekt geworfen und anhand der Verformungen der Reflexion die Struktur der gescannten Fläche berechnet. Eine ähnliche Technik verwendet auch der Xbox-Sensor Kinect, der Bewegungssteuerung ermöglichen sollte. Tiefeninformationen sind wichtig, damit daraus eine möglichst genaue 3D-Darstellung gerendert werden kann. Mithilfe einer CAD-Software oder einem Modelling-Programm wie Blender können die Dateien editiert und mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden.

  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
  • Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)
Revopoint Pop 2 (Bild: Revopoint)

Der Pop 2 ist allerdings nicht ganz günstig. Für umgerechnet 370 Euro gibt es den Scanner, das Dreibein und einen Telefonhalter für die Nutzung mit einem Smartphone (und dazugehöriger App). Für 422 Euro gibt es einen Drehteller, eine Tragetasche und eine 5.000-mAh-Powerbank dazu. Die Auslieferung erfolgt aus Hongkong und soll im Februar 2022 anlaufen.

Die Investition in das Projekt garantiert kein fertiges Produkt. Ein gewisses Risiko besteht hier, obwohl der Hersteller bereits ein Projekt ähnlicher Art abgeschlossen hat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


HabeHandy 18. Dez 2021

Wer sowas für Android ausprobieren will kann den 3D Live Scanner von Lubos Vonasek...

HabeHandy 18. Dez 2021

Professionelle Geräte haben eine Auflösung von bis zu 0,003 mm was ausreichen sollte um...

on(Golem.de) 18. Dez 2021

Hallo, Ich habe es mal umgeändert. Der Sensor verwendet eine Structured-Light-Matrix. Der...

BangerzZ 17. Dez 2021

Bis man die Daten exportieren will. Dann kostet die App wohl mehr.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Truppenversuch
Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter

Beim Truppenversuch der modifizierten Hololens 2 für die US-Armee hat sich herausgestellt, dass die Soldaten an Kampfkraft einbüßen und die Brillen ablehnen.

Truppenversuch: Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter
Artikel
  1. Nutzertest: Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz
    Nutzertest
    Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz

    Ein Kunde hat seine Hardware aufgerüstet, dennoch bekommt er statt 1 GBit/s nur 950 MBit/s im Download. Deutsche Glasfaser forscht nach.

  2. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  3. Deutschlandticket: 49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai
    Deutschlandticket
    49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai

    Fahrgäste können ab dem 1. Mai 2023 für 49 Euro im Monat das Deutschlandticket bundesweit nutzen. Dazu kommt ein bundesweites Jobticket zu einem günstigeren Preis.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /