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Revolut zahlt kein Lösegeld: Hackergruppe erpresst Revolut-Kunden direkt

Nachdem Revolut auf die Millionen-Lösegeldforderung nicht eingegangen ist, werden Kunden direkt erpresst. Es geht um vertrauliche Daten.
/ Ingo Pakalski
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Revolut-Kunden sollen zahlen, damit ihre Bankdaten geheim bleiben. (Bild: Pexels)
Revolut-Kunden sollen zahlen, damit ihre Bankdaten geheim bleiben. Bild: Pexels

Die Geschichte rund um den Revolut-Hack aus dem vergangenen Monat geht weiter, bei dem Unbefugte an Bankdaten von Kunden gelangt sind. Nachdem die Neobank ein gefordertes Lösegeld von 3 Millionen US-Dollar nicht zahlte, versuchen Kriminelle, die erbeuteten Daten zu Geld zu machen, indem Revolut-Kunden direkt erpresst werden, berichtet unter anderem das Cybergrant-Blog(öffnet im neuen Fenster). Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 680 Revolut-Kunden von dem Vorfall betroffen.

Die Erpresser sollen Kunden damit drohen, dass sie deren Namen, Adressen und Kryptowährungsbestände kennen. Sie drohen damit, diese zu veröffentlichen oder weiterzuverkaufen. Acht der 680 Revolut-Kunden sollen in Italien leben, die meisten anderen Kunden sollen nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung aus Frankreich und der Schweiz stammen.

Auf neuen Telegram-Kanälen sollen die Urheber des Angriffs schließlich das von Revolut bezogene Datenarchiv für einen Betrag von rund 300.000 Euro angeboten haben. Das ist deutlich weniger als die 3 Millionen US-Dollar Lösegeld, die von Revolut gefordert wurden.

Hackergruppe erbeutete 147 GByte Daten italienischer Behörden

In Italien schlägt der Vorfall hohe Wellen, weil eine Hackergruppe offizielle Behörden-E-Mails aus Italien genutzt hatte, um sich der Bank gegenüber als legitime Behörde auszugeben. Darüber gelangten vertrauliche Kundendaten in falsche Hände. Revolut nennt weiterhin keine genauen Zahlen zur Anzahl der Betroffenen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen soll die Hackergruppe ein halbes Jahr lang Zugriff auf italienische Behördendaten gehabt haben(öffnet im neuen Fenster). Angeblich sollen 147 GByte an Daten der italienischen Behörden in unbefugten Händen sein. Dabei soll es sich um vertrauliche Dateien und Informationen über Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, Beamte und Polizeikräfte handeln, berichtet die italienische Tageszeitung La Stampa(öffnet im neuen Fenster).

Aufsichtsbehörden sehen Probleme bei Revolut

Etliche Recherchen großer Medienhäuser deckten in den vergangenen Monaten mehrere Verfehlungen bei Revolut auf und die Europäische Zentralbank (EZB) fordert die Bank zu Korrekturen auf. Es geht teilweise um den Vorwurf, dass 3.000 Kunden Transaktionen in Bezug auf illegales Glücksspiel vorgenommen haben sollen, ohne dass die Bank dies gemeldet habe, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen sei. Das wies Revolut als "inkorrekt" und "unhaltbar" zurück.

Revolut testete kürzlich eine Methode, mit der Revolut-Kunden Waren im stationären Handel zahlen können, indem nur eine Gesichtserkennung verwendet wird. Es werden weder ein Smartphone noch eine Geldkarte benötigt, um bargeldlos bezahlen zu können.


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