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Review der freien 3D-Software: Blender 5.0 unterstützt HDR-Monitore

Die neue Blender -Version ist da. Damit können HDR-Videos etwa für Youtube direkt in Blender erstellt werden. Auch sonst gibt es viel Neues.
/ Gottfried Hofmann
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Der Splash Screen von Blender 5.0 zeigt eine Szene von Juan Hernandez. (Bild: Screenshot: Gottfried Hofmann)
Der Splash Screen von Blender 5.0 zeigt eine Szene von Juan Hernandez. Bild: Screenshot: Gottfried Hofmann
Inhalt
  1. Review der freien 3D-Software: Blender 5.0 unterstützt HDR-Monitore
  2. Integration mit dem Videoschnitt
  3. Wiederholungen für die Shader Nodes
  4. Essentials, neue Modifier und Kompatibilität

Die neue Version 5.0 der freien 3D-Software Blender ist heute (18. November 2025) erschienen und kann High Dynamic Range (HDR)-Monitore ansprechen und Bilder beziehungsweise Videos in HDR-kompatiblen Formaten speichern. Die Bereiche für Bildnachbearbeitung und Videoschnitt wurden deutlich ausgebaut und das Nodesystem weiter vereinheitlicht. Auch wurden die Anforderungen an die Hardware aktualisiert.

Während Blender intern schon seit geraumer Zeit in einem großen Farbraum von 32 Bit rechnet, konnten die Ergebnisse nur auf regulären Monitoren dargestellt werden, die deutlich weniger Farben und vor allem Helligkeitsstufen darstellen können, die sogenannte Standard Dynamic Range (SDR) mit 8 Bit. Seit Blender 5.0 können HDR-Monitore nach den Standards Rec.2100-PQ und Rec.2100-HLG angesteuert und als Videos mit 10 oder 12 Bit Farbtiefe mit dem H.265- oder AV1-Codec gespeichert werden. Damit ist es jetzt möglich, HDR-Videos für Youtube oder HDR-Fernseher ohne Zwischenschritte direkt in Blender zu erstellen.

Assets für den Compositor

Erweiterte Möglichkeiten zum Management von Farbräumen bietet jetzt auch der Compositor. Beim Compositing wird ein Bild oder ein Video nach dem Rendern nochmal nachbearbeitet, zum Beispiel, indem es in einen Realfilm integriert wird oder indem man die Farben nochmals nachkorrigiert.

Für diese Operationen gibt es jetzt eine Reihe von Voreinstellungen in Form von Assets, die sich am unteren Rand des Compositors befinden. Damit können auf einfache Weise Effekte von Kameras aus der realen Welt wie eine Vignette, die Bilder zu den Rändern hin abdunkelt, oder chromatische Aberrationen, bei denen die Bilder zum Rand hin in Regenbogenfarben aufsplitten, zu einem Render hinzugefügt werden.

Man kann auch eigene Effekte erstellen und als Asset speichern. Sie erscheinen dann ebenfalls in der Liste und können mit anderen Blendernutzern ausgetauscht werden.

Umbau nötig

Für viele der Nodes beziehungsweise Funktionen im Compositor gab es an anderer Stelle von Blender identische oder nur marginal unterschiedliche Operationen, zum Beispiel im Shader Editor. Das System wurde jetzt vereinheitlicht. Wenn eine Node an verschiedenen Stellen in Blender verfügbar ist, verwendet sie jetzt, wenn möglich, auch die gleichen Interna.

Dabei wurden auch die Bezeichnungen der Nodes angepasst und manch eine Funktion ist jetzt auf mehrere Nodes aufgeteilt, während andere Funktionen zusammengefasst wurden. Die Entwickler stellen eine Anleitung zur Migration bestehender Set-ups zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster) .


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