Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Review Bombing: Starfleet Academy und das alte Problem des Star-Trek-Fandoms

Schlecht gelaunte Trekkies überziehen Starfleet Academy mit negativen Bewertungen. Das Phänomen ist im Franchise nicht neu – es ist nur sichtbarer.
/ Peter Osteried
232 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die einzige Crew, die von der Fandom-Negativität verschont blieb: Kirk und Co. (Bild: Paramount)
Die einzige Crew, die von der Fandom-Negativität verschont blieb: Kirk und Co. Bild: Paramount
Inhalt
  1. Review Bombing: Starfleet Academy und das alte Problem des Star-Trek-Fandoms
  2. Was hat ein Klingone in der Sternenflotte zu suchen?
  3. Das entsprach nicht der Star-Trek-Welt
  4. Warum denn ein Prequel?

Star Trek: Starfleet Academy wird seit seinem Start mit auffallend schlechten Online-Bewertungen überzogen, sogenanntem Review Bombing(öffnet im neuen Fenster) . Auf Plattformen wie IMDb liegt die Serie deutlich unter dem Durchschnitt: Der Score liegt dort aktuell bei 4,3 von 10 möglichen Punkten(öffnet im neuen Fenster) ; mehr als 40 Prozent aller, die die Serie bewertet haben, vergaben nur einen Stern – die schlechtest mögliche Bewertung.

Der Blick in die Geschichte des Franchise zeigt: Ein Teil des Fandoms war schon immer negativ eingestellt – und zwar, seit Star Trek nicht mehr nur aus Kirk und Co. bestand. Nahezu jede neue Star-Trek-Serie von The Next Generation bis Enterprise wurde zunächst von Teilen des Fandoms bekämpft, oft aus denselben Gründen: Ablehnung von Veränderung, Diversität und neuen Erzählweisen.

Diese Form der Ablehnung ist also kein neues Phänomen, sie fällt nur durch die Möglichkeit, schlechte Bewertungen bei Portalen wie IMDb oder Rotten Tomatoes zu hinterlassen, stärker auf. Die Serien finden oft erst im Rückblick Anerkennung.

Als die nächste Generation kam

Heute gilt Star Trek: The Next Generation als Höhepunkt des Franchise. Man findet wohl nur noch wenige Stimmen, die sich negativ zu der Serie positionieren. Im Jahr 1986 war das aber anders.

Als Paramount eine neue Star-Trek-Serie ohne die Darsteller der alten Serie und Filme ankündigte, heizten sogar die Stars der ursprünglichen Show die negative Stimmung an. Captain-Kirk-Darsteller William Shatner bezeichnete die Serie im Jahr 1987 in einem Interview mit dem Sci-Fi-Magazin Starlog als Fehler(öffnet im neuen Fenster) . Viele Fans schworen, sich die neue Serie nicht anzusehen – und das aus den abstrusesten Gründen.

Die einen störten sich daran, dass Picard, der Captain der Enterprise, glatzköpfig war. Die anderen sahen in Commander Riker einen blassen Abklatsch von Kirk. Wieder andere mokierten sich darüber, dass das Enterprise-Interieur eher nach einem Hotel(öffnet im neuen Fenster) aussah als nach einem Raumschiff, die Untertassensektion wiederum nach einem Pfannkuchen.


Relevante Themen