Warum denn ein Prequel?
Eine Neuerung der Serie war, dass die Titelsequenz von einem Song unterlegt war(öffnet im neuen Fenster) . Auch hier: negative Äußerungen. In Hinblick auf den Song hat sich das auch nie geändert – noch immer verabscheuen ihn viele.
Was einigen Fans aber auch nicht gefiel: die Idee eines Prequels. Wieso musste Star Trek an den Anfang zurück, wieso nicht weitererzählen, was passiert, am besten noch mit ein paar bekannten Figuren? Doch auch, dass die Geschichte auf einer Enterprise stattfand, missfiel. Denn im Kanon war diese Enterprise bis dato unbekannt.
Schon damals – und bei Enterprise lässt sich der Hass schon im Internet finden – wurde den Machern, vor allem Rick Berman und Brannon Braga, vorgeworfen, dass sie keine Ahnung von Star Trek hätten, es nicht liebten und die Drehbücher schlecht seien(öffnet im neuen Fenster) . Dasselbe hört man heutzutage über das neue Star Trek unter Führung von Alex Kurtzman. Dabei zeigt gerade eine Folge wie die fünfte Episode der ersten Staffel von Star Trek: Starfleet Academy , dass die Macher Star Trek sehr wohl lieben.
Aber auch mit Star Trek: Enterprise war nicht Schluss. Es kamen ja noch die neuen Filme.
Es kann nur einen Kirk geben
Auch als der erste Kinofilm von J.J. Abrams angekündigt wurde, war das Geschrei groß. Einerseits wurde es als Sakrileg angesehen, dass Kirk und Co. neu besetzt wurden, andererseits fürchtete man einen tumben Actionfilm, der alles verraten würde, wofür Star Trek stand. Und dann erregte noch der Umstand, dass die Filme in einer alternativen Zeitlinie spielen, den Unmut mancher Fans. Denn der Kanon und die Kontinuität sind vielen heilig – etwas, das sich schon bei Star Trek: Enterprise zeigte.
Die so genannten Kelvin-Filme waren erfolgreicher als jeder der vorherigen Filme mit klassischer und TNG-Crew, weil Abrams Star Trek für ein neues Publikum frisch machte – wie seit 2017 auch Alex Kurtzman. Denn ein Franchise, das nur das bietet, was es immer schon gab, das es nicht wagt, Neues zu erzählen, ist letzten Endes zum Sterben verurteilt.
Es muss ein neues, junges Publikum angesprochen werden, damit ein Franchise langfristig überleben kann. Das mögen manche nicht verstehen wollen: die Art Fan, die schon 1986 existierte und es hasste, dass es nach Kirk und Co. eine neue Crew geben sollte. Solche Fans gab es eben schon immer, sie sind heute nur aufgrund der technischen Möglichkeiten lautstärker denn je.
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