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Was hat ein Klingone in der Sternenflotte zu suchen?

Dass ein Klingone an Bord der Enterprise seinen Dienst verrichtete, missfiel auch – waren die Klingonen in der originalen Serie doch noch der Feind. Ein Beispiel dafür, dass diese Fans Gene Roddenberrys Vision nie richtig verstanden haben. Denn dass aus Feinden Freunde werden können, ist Teil der Star-Trek-DNS.

Heute haben die meisten Fans dies vergessen – oder niemals mitbekommen. Denn damals war die Negativität weniger präsent.

Es brodelt im Fandom

Normalzuschauer, die sich nicht tiefergehend mit der Serie befassten, bekamen vermutlich so gut wie nie etwas von diesen Anfeindungen mit. Sie fanden im Fandom statt, spielten sich in Fanzines ab, die von Fans für Fans herausgegeben wurden und meist fotokopierte Magazine waren. Auch in auf die Science-Fiction fokussierten Magazinen wie Starlog oder Cinefantastique traten die negativen Auswüchse des Fandoms zutage.

Schon damals zeigte sich: Ein Teil des Fandoms war sehr starr, es wollte nichts Neues, sondern mehr von dem, was es schon kannte. Auch wenn Setting und der Missionsidee bei Star Trek: The Next Generation konsistent blieben, störte man sich an den neuen Figuren. Seit dieser Serie hat die Negativität niemals wieder abgerissen.

Auf die Raumstation

Als Star Trek: Deep Space Nine angekündigt wurde, war Star Trek: The Next Generation ein riesiger Erfolg (und ist mittlerweile fast durchweg beliebt). Aber die neue Serie hatte wieder mit der Fandom-eigenen Negativität zu kämpfen. Als bekanntgegeben wurde, dass diesmal nicht eine Raumschiff-Crew dorthin gehen würde, wo noch niemand je zuvor gewesen war, wurde schon vorab geurteilt.

Das sei nicht mehr Star Trek, sagten die einen, weil der Zug zu den Sternen fehlen würde. Das könnte doch nur langweilig sein, weil auf einer Raumstation doch eh nichts passiere, meinten die anderen.

Dass ein Ferengi auf der Station sein sollte, führte zu Hassbriefen; in der Dokumentation What We Left Behind(öffnet im neuen Fenster) spricht Quark-Darsteller Armin Shimerman auch über die vielen hasserfüllten Briefe, die die Produktion im Vorfeld, aber auch im ersten Jahr der Serie erhielt. Ebenso kritisiert wurde, dass der Commander der Station von einem PoC-Schauspieler gespielt werden sollte: Avery Brooks – obwohl Diversität von Beginn an ebenfalls zur DNS von Star Trek gehörte.


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