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Linux auf einem Digital-Oszilloskop
Linux auf einem Digital-Oszilloskop (Bild: Christer Weinigel)

OpenOCD zum Debuggen

OpenOCD ist ein Werkzeug, um über JTAG-Adapter mit der Debug-Schnittstelle auf einem Chip zu kommunizieren. Es unterstützt neben anderen auch meinen Bus Blaster als JTAG-Debug-Adapter. Das Programm bietet zwar keine direkte Unterstützung für den verbauten Samsung-SoC, allerdings tun das einige andere Modelle aus Samsungs S3C-Familie - und sie scheinen sich stark zu ähneln.

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Die Dokumentation von OpenOCD ist nicht sonderlich gut. Aber nach einigem Trial and Error habe ich eine funktionierende openocd.cfg:

source [find interface/ftdi/dp_busblaster.cfg]
adapter_khz 1000
reset_config srst_only srst_open_drain
reset_config trst_and_srst

jtag newtap s3c2416 cpu -irlen 4 -ircapture 0x1 -irmask 0xf \
 -expected-id 0x07926f0f

target create s3c2416.cpu arm920t -endian little -chain-position \
 s3c2416.cpu

OpenOCD zeigt nach dem Start an, dass es etwas gefunden hat:

$ openocd -f openocd.cfg
...
Info : clock speed 1000 kHz
Info : JTAG tap: s3c2416.cpu tap/device found: 0x07926f0f \
 (mfg: 0x787 (), part: 0x7926, ver: 0x0)
Info : Embedded ICE version 6
Info : s3c2416.cpu: hardware has 2 breakpoint/watchpoint units
Info : accepting 'telnet' connection on tcp/4444

Jetzt kann ich mich mit OpenOCD verbinden und Dinge ausprobieren.

$ telnet localhost 4444
Trying 127.0.0.1...
Connected to localhost.
Escape character is '^]'.
Open On-Chip Debugger
> halt
s3c2416.cpu: target state: halted
target halted in ARM state due to debug-request, current mode: Supervisor
cpsr: 0x40000013 pc: 0x33c04664
MMU: disabled, D-Cache: disabled, I-Cache: disabled
> step
s3c2416.cpu: target state: halted
target halted in ARM state due to single-step, current mode: Supervisor
cpsr: 0x40000013 pc: 0x33c03990
MMU: disabled, D-Cache: enabled, I-Cache: disabled

Damit wird die CPU angehalten und führt CPU-Anweisungen im Einzelschrittmodus aus. Entsprechend des Speicher-Mappings laut dem Datenblatt des S3C2416 wird der DDR-RAM ab der Adresse 0x30000000 eingeblendet, die angezeigte Adresse 0x33c04664 liegt also in diesem RAM.

Jetzt kann ich herumspielen und Daten aus den Registern des SoC lesen und auch beschreiben. Für einen schnellen Test suche ich das Transmit-Register der seriellen Schnittstelle im Datenblatt. Es heißt UTXH0 und befindet sich an Adresse 0x50000020. Ich versuche, den Wert 0x55 (ASCII-Code für "U") in das Register zu schreiben: mww 0x50000020 0x55

Und tatsächlich: "U" wird über die serielle Schnittstelle ausgegeben. Jetzt weiß ich, wie ich Text ausgeben kann.

 Auf der Suche nach neuen KontaktenFlash-Speicher auslesen 

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grslbr 22. Nov 2016

+1 Mehr davon und ich abonniere auch. Und wie laoladabamba sagt, die Weltraumartikel...

grslbr 22. Nov 2016

Aber ehrlich. Wenn's nur News über neue Grafikkarten gibt heulen die selben Leute über...

cherubium 22. Nov 2016

ich seh das ja auch immer mit einem zwinkernden Auge. Entwickler sollen entwickeln und...

maze_1980 22. Nov 2016

Die Chancen dass es ein Linux ist sind relativ gross. Würde es mich interessieren hätte...

okidoki 22. Nov 2016

Hier kann man mal sehen, was Fachkraft wirklich bedeutet. *Davon* haben wir zu wenige.



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