Reverse Engineering: Facebook will Deep Fakes erkennen und zurückverfolgen

Echte Bilder haben Eigenschaften, die etwa die genutzte Kamera verraten. Facebook will Ähnliches nun auch bei Deep-Fake-Bildern erkennen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook will Deep Fakes besser erkennen können.
Facebook will Deep Fakes besser erkennen können. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Das KI-Team von Facebook hat in Zusammenarbeit mit der Michigan State University einen Forschungsansatz "zum Erkennen und Zuordnen von Deep Fakes" vorgestellt, der auf "Reverse Engineering von einem einzelnen KI-generierten Bild zum generativen Modell basiert". Dies soll es ermöglichen, Deep Fakes in ihrer realen Umgebung zu erkennen und zurückzuverfolgen, insbesondere in Situationen, in denen das Bild die einzige verfügbare Information ist.

Stellenmarkt
  1. Entwickler Embedded Software (m/w/d) für Medizingeräte
    LRE Medical GmbH, München
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Onsite Industrial Security IT-Support
    Lutz & Grub AG, Karlsruhe, Wörth
Detailsuche

Laut Facebook beschränken sich bisherige Diskussionen darauf herauszufinden, ob ein Bild echt ist oder als Deep Fake erzeugt wurde. Dabei wird jedoch oft schlicht mit bekannten Deep-Learning-Modellen gearbeitet oder gar mit dem Wissen über die zum Training genutzten Ausgangsbilder. Sollen aber beliebige Bilder als Deep Fake erkannt werden, helfen diese Ansätze eben nicht mehr weiter.

Bei dem von den Forschern verfolgten Ansatz handelt es sich um sogenanntes Reverse Engineering, das darauf gerichtet sei, die "einzigartigen Muster hinter dem KI-Modell aufzudecken, das verwendet wird, um ein einzelnes Deepfake-Bild zu generieren". Beim Vergleich mehrerer Bilder könne außerdem festgestellt werden, ob diese möglicherweise mit dem gleichen Modell erstellt worden sind.

Modelle haben Fingerabdrücke

Das Team setzt dabei zunächst auf das Erkennen sogenannter Fingerabdrücke. Diese finden sich so ähnlich auch in nicht-generierten Bildern, die etwa das genutzten Kameramodell oder auch den Sensor verraten. Solche einzigartigen Muster im Bild hinterlassen laut den Forschern aber auch die generativen Machine-Learning-Modelle, die die Deep Fakes erzeugen.

Tolle Technik-Deals und viele weitere Schnäppchen
Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der verfolgte Ansatz versucht darüber hinaus, aus den Fingerabdrücken einzelne Eigenschaften der tatsächlich genutzten Modelle abzuleiten, um etwa auf deren Netzwerkgröße und damit auf deren Architektur zu schließen. Diese unterscheidet sich bei verschiedenen Modellen, so dass diese erkannt und auseinander gehalten werden können sollen. In ersten Versuchen funktioniert das laut der Erklärung bereits.

Facebook hofft mit seiner Forschung, Werkzeuge für auch für Dritte zu erstellen, "um Vorfälle koordinierter Desinformation mithilfe von Deep Fakes besser zu untersuchen und neue Richtungen für die zukünftige Forschung zu eröffnen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Connect-App
CDU verklagt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken

Nach dem Auffinden einer Lücke in einer CDU-App verklagt die Partei nun die Finderin. Der CCC will deshalb keine Lücken mehr an die CDU melden.

Connect-App: CDU verklagt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken
Artikel
  1. Smartphone: Oppo präsentiert neue Frontkamera unter dem Display
    Smartphone
    Oppo präsentiert neue Frontkamera unter dem Display

    Dank neuer Technologien will Oppo sowohl die Bildqualität als auch die Displayqualität im Kamerabereich verbessert haben.

  2. BMW-CTO Frank Weber: Keine digitale Technik ist relevanter als andere
    BMW-CTO Frank Weber
    Keine digitale Technik ist relevanter als andere

    Für BMW hat die Software eine zentrale Rolle beim Bauen und Verkaufen von Autos. Der Entwicklungschef will dennoch beim autonomen Fahren nichts überstürzen.
    Ein Interview von Maja Hoock und Friedhelm Greis

  3. Victorian Big Battery: Tesla-Speicher brannte vier Tage lang
    Victorian Big Battery
    Tesla-Speicher brannte vier Tage lang

    Viel Aufwand war nötig, um das brennende Akku-Modul zu löschen.


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Speicherwoche bei Saturn Samsung • Robas Lund DX Racer Gaming-Stuhl 153,11€ • HyperX Cloud II Gaming-Headset 59€ • Bosch Professional Werkzeuge und Messtechnik • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • 60 Jahre Saturn-Aktion [Werbung]
    •  /