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Revelations: Dooms wichtigste Neuerung ist keine Schusswaffe

Wir waren bei der Entwickler-Präsentation dabei: Revelations (erste Erweiterung zu Doom – The Dark Ages) setzt auf einen überraschend komplexen Kettenspeer.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Doom - The Dark Ages: Revelations (Bild: id Software)
Artwork von Doom - The Dark Ages: Revelations Bild: id Software

Doom hat das Shooter-Genre mit Waffen wie der Shotgun, dem Raketenwerfer oder der BFG geprägt. Das Erfolgsrezept: Jede Waffe erfüllte eine klar definierte Aufgabe und fühlt sich sofort mächtig an.

Mit der ersten Erweiterung zu Doom – The Dark Ages geht id Software(öffnet im neuen Fenster) nun einen anderen Weg. Im Mittelpunkt von Revelations steht überraschenderweise kein neuer Schießprügel, sondern der Kettenspeer – und damit eine erstaunlich komplexe Waffe, die praktisch das gesamte Kampfsystem erweitert und verändert.

Golem konnte die Erweiterung im Rahmen einer Online-Präsentation mit den Entwicklern sehen. Dabei sagte Studio Director Hugo Martin, dass der Speer das Herzstück des DLCs sei: "Der gesamte DLC baut darauf auf." Tatsächlich dient der Kettenspeer nicht nur als Nahkampfwaffe, sondern zugleich als Enterhaken, Bewegungswerkzeug und Kontermechanik.

Im Verlauf der rund zehn bis zwölf Stunden langen Erweiterung wird der Speer Schritt für Schritt ausgebaut und erhält immer neue neue Fähigkeiten. Der Slayer kann Gegner aufspießen, sich blitzschnell zu ihnen ziehen, sie umkreisen, Angriffe parieren, Rüstungen aufbrechen oder den Speer wie ein Projektil über das Schlachtfeld schleudern.

Laut Martin steckt die eigentliche Stärke jedoch in den vielen Kombinationsmöglichkeiten. Man müsse dem System etwas Zeit geben, denn: "Je mehr man investiert, desto tiefer wird das Spielerlebnis." Erst im späteren Spielverlauf und insbesondere im Endgame sollen sich die mächtigsten Kombinationen vollständig entfalten.

Das verändert nach Angaben von Martin auch den Spielfluss. The Dark Ages bleibt seinem schwereren, eher bodenständigen Kampfstil treu, gleichzeitig bringt der Kettenspeer wieder deutlich mehr Mobilität ins Geschehen.

Kurze Sprints, Enterhaken-Manöver und schnelle Positionswechsel erinnern stellenweise an Doom Eternal, ohne dessen hohe Geschwindigkeit vollständig zu übernehmen. Die Entwickler sprechen von einer spielerischen Weiterentwicklung, bei der die Kämpfe auf höheren Schwierigkeitsgraden immer stärker von Kontern, Timing und geschickten Kombinationen leben.

Passend dazu erweitert Revelations auch das Gegneraufgebot. Bekannte Dämonen wie Archvile und Pain Elemental kehren zurück, hinzu kommen neue Gegner wie der Wizard, der andere Dämonen verstärkt und sich geschickt aus Kämpfen zurückzieht.

Doom-Erweiterung: Termin und Plattformen

Zahlreiche neue Varianten bekannter Feinde sollen die Gefechte abwechslungsreicher machen und den gezielten Einsatz der neuen Speerfähigkeiten nahezu erzwingen.

Auch beim Aufbau geht id Software neue Wege: Rund 60 Prozent der Erweiterung bestehen aus der eigentlichen Kampagne, anschließend schalten Spieler einen umfangreichen Endgame-Bereich frei.

Dort warten besonders schwere Arenen, Slayer-Prüfungen, Rätsel, zusätzliche Belohnungen, klassische Doom-Level in moderner Optik sowie ein Oberboss als finale Herausforderung. Wer auch diese Inhalte abschließt, erhält Zugang zu den sogenannten Master Arenas. Laut den Entwicklern sind das die bislang härtesten Kämpfe der modernen Doom-Reihe.

Hinzu kommt ein größerer Hub-Bereich mit zahlreichen Geheimnissen, Abkürzungen und Metroidvania-Elementen. Anders als im Hauptspiel werden viele Geheimnisse diesmal nicht mehr auf der Karte markiert, sondern müssen tatsächlich gesucht werden.

Gleichzeitig setzt Revelations die Geschichte des Slayers fort und soll zahlreiche offene Fragen aus Doom (2016), Doom Eternal und deren Codex-Einträgen zusammenführen, ohne bestehende Ereignisse umzuschreiben. Laut Martin versteht id Software die Erweiterung als "Feier der gesamten Reihe" und als einen wichtigen Baustein innerhalb der modernen Doom-Saga.

Revelations erscheint am 7. Juli 2026 für Windows-PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S sowie direkt im Game Pass. Voraussetzung ist das Hauptspiel Doom – The Dark Ages.


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