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Wir verstehen wenig und interessieren uns auch nicht dafür

Nicht nur die Hauptfigur, auch die anderen Charaktere sind uninteressant. Gans setzte auf ein unverbrauchtes, damit aber auch völlig unbekanntes Ensemble. Was per se nicht schlecht ist, nur sind die Figuren so halbgar gestaltet, dass kein Schauspieler aus ihnen etwas Starkes formen könnte. Es interessiert uns als Zuschauer schlichtweg nicht, was mit James oder Mary passiert.

Erklärungen dafür, was in Silent Hill vor sich geht, lässt Gans weitgehend außen vor. Marys Vater, der Sektenguru Jonathan Crane, und seine Machenschaften werden zwar erwähnt, haben aber keine Bedeutung für die Handlung. Diese mäandert, wiederholt sich und hat holprige Brüche, die der Verständlichkeit nicht eben zuträglich sind.

Das zieht sich bis zum Finale, bei dem man nicht weiß, was Gans jetzt eigentlich will. Soll es tragisch enden, soll es ein Happy End geben? Am Ende gibt es einfach beides, was nicht im Mindesten miteinander harmoniert. Als Zuschauer ist einem das im Grunde aber auch schon egal, da Return to Silent Hill einfach eine arge Geduldsprobe ist. Man ist froh, dass das Machwerk vorbei ist.

Ein Riesenflop

Mit 23 Millionen Dollar Budget war der Film nicht besonders teuer, ein Erfolg wird er aber wohl dennoch nicht. Am Startwochenende spielte er in den USA knapp drei Millionen US-Dollar ein(öffnet im neuen Fenster) – ein gigantischer Flop. Im Rest der Welt war es etwas mehr, darunter knapp 10 Millionen US-Dollar in China, doch traditionell bekommen die ausländischen Studios hier einen viel kleineren Prozentsatz als üblich (die Rede ist von 20 Prozent vom Einspiel im Vergleich zu gut 50 Prozent im Rest der Welt). Einen vierten Teil wird es wohl nicht mehr geben – was kein großer Verlust sein dürfte.


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