Return-to-Office: IT-Systeme von Ford für Protest von Mitarbeitern manipuliert

Beim US-Autobauer Ford hat der Protest gegen neue Regeln zur Anwesenheitspflicht im Büro zu einem IT-Sicherheitsvorfall geführt. Ein bisher nicht identifizierter Mitarbeiter manipulierte das IT-System im Werk des Unternehmens in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan so, dass es eine vulgäre Anti-RTO-Nachricht (Anti-Return-to-Office) auf Bürobildschirmen anzeigte.
Wie die Detroit Free Press(öffnet im neuen Fenster) berichtet, bestätigte ein Verantwortlicher des Unternehmens den Vorfall. Demnach erschien die Nachricht, die auch gegen Ford-CTO Jim Farley persönlich gerichtet ist, auf Bildschirmen in Besprechungsräumen in Dearborn und möglicherweise auch an anderen Standorten.
Auf Fotos, die von Mitarbeitern in sozialen Medien veröffentlicht wurden, ist die Protestnachricht zu sehen. Sie zeigt ein Bild von Farley in einem roten Kreis mit einem schrägen Balken und dem Schriftzug "Fuck RTO" .
Protest gegen vier Bürotage pro Woche
"Wir sind uns der unangemessenen Nutzung der IT-Technologie von Ford bewusst und untersuchen den Vorfall" , sagte der Ford-Sprecher Dave Tovar im Gespräch mit der Detroit Free Press. Das Bild sei nur "kurze Zeit" zu sehen gewesen und man habe es schnell entfernen können. Es werde derzeit untersucht, ob das Bild nur in den Büros in Dearborn oder weltweit angezeigt wurde.
Die neuen Regeln, wonach Mitarbeiter an vier Tagen pro Woche vor Ort arbeiten müssen, sind seit 1. September 2025 in Kraft. Nach Angaben des Sprechers ist es bisher nicht zu negativen Auswirkungen wie Kündigungen gekommen. Über die Motive des Protests könne er somit nicht spekulieren.
Dem Bericht zufolge soll mindestens ein Nutzer auf Social Media Ford-CEO Farley vorwerfen, er habe die Entlassung von Mitarbeitern abgesegnet, die aufgrund von Urlaub oder auch Krankheit die neuen Anwesenheitsregeln nicht erfüllen. Der Sprecher wies den Vorwurf als falsch zurück.