Return to Office: Dell markiert Beschäftigte farblich nach ihrer Anwesenheit

Dell will den Druck auf Beschäftigte erhöhen, der wieder eingeführten Anwesenheitspflicht im Büro nachzukommen. Das Unternehmen wolle nun das Scannen des Mitarbeiterausweis am Büroeingang und die Nutzung von VPN-Verbindungen überwachen.
Beginnend ab dem 13. Mai 2024 soll die Anwesenheit über die Personalverwaltungssoftware des Unternehmens erfasst und farblich hervorgehoben werden, berichtet The Register(öffnet im neuen Fenster) unter Bezug auf interne Quellen bei Dell.
Wer regelmäßig vom Büro aus arbeitet, wird mit einer blauen oder grünen Flagge markiert. Wer nur "eingeschränkt Vor-Ort-Präsenz" zeigt, soll mit einer roten Flagge markiert werden.
Steigender Druck zur Rückkehr ins Büro
Bereits Mitte 2023 begann Dell damit, die während der Coronapandemie eingeführte Wahlfreiheit des Arbeitsortes wieder einzuschränken . Anfang dieses Jahres folgte die Einführung einer umfangreicheren Anwesenheitspflicht im Büro .
Seitdem wurden Vorwürfe laut, dass Dell die neuen Regelungen dazu missbrauche, um die Zahl der Beschäftigten ohne Entlassungen zu reduzieren . So setzt Dell für Beförderungen(öffnet im neuen Fenster) eine Mindestanwesenheit im Büro voraus.
Im Jahr 2023 reduzierte Dell die Zahl seiner Beschäftigten um rund 13.000 Mitarbeiter .
Nicht nur Dell will Mitarbeiter kontrollieren
Eine ähnliche Überwachung des Einstempelns im Büro hatte auch der US-Konzern Amazon zusammen mit seiner strengeren Return-to-Office-Regelung eingeführt. Das Unternehmen verschickte Medienberichten zufolge auch automatisierte E-Mails an Beschäftigte, die das Anwesenheitsminimum nicht erfüllten.
Nachtrag vom 10. Mai 2024, 8:04 Uhr
Wir haben den Artikel um eine weitere Quelle zu Dells Return-to-Office-Policy ergänzt.



