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Return to Blacktooth: 81-jähriger Entwickler vollendet Spiel nach 37 Jahren

Ein Spieleprojekt aus den 80er Jahren galt lange als verloren. Nun ist daraus doch noch ein fertiger Retro-Titel geworden.
/ Przemyslaw Szymanski
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Return to Blacktooth: A Head Over Heels Adventure ist nun nach 37 Jahren doch noch erschienen. (Bild: Thalamus Digital Publishing Ltd.)
Return to Blacktooth: A Head Over Heels Adventure ist nun nach 37 Jahren doch noch erschienen. Bild: Thalamus Digital Publishing Ltd.

Return to Blacktooth hätte Ende der achtziger Jahre erscheinen sollen. Stattdessen wurde das Spiel eingestellt und blieb jahrzehntelang unveröffentlicht. Nun ist der Nachfolger von Head Over Heels unter dem Titel Return to Blacktooth: A Head Over Heels Adventure doch noch für Atari ST und Commodore Amiga veröffentlicht worden. Fertiggestellt hat ihn der inzwischen 81-jährige Colin Porch, der bereits 1989 an dem Projekt gearbeitet hatte.

Entstanden war Return to Blacktooth bei Ocean Software, einem der prägenden Spielehäuser der Heimcomputerära. Das Sequel sollte an den britischen Klassiker Head Over Heels von 1987 anknüpfen. Fertig wurde es damals aber nicht. Ocean setzte andere Prioritäten, Konsolen rückten stärker in den Mittelpunkt, und der Nachfolger verschwand aus der Planung.

Erst viele Jahre später kam wieder Bewegung in das Projekt. Wie Porch gegenüber ITV News(öffnet im neuen Fenster) sagte, sprach er bei einem Treffen früherer Ocean-Mitarbeiter wieder über den nicht veröffentlichten Nachfolger, den er damals begonnen hatte. Bestärkt wurde er auch von seinem früheren Chef, der ihn zum Weiterarbeiten ermuntert haben soll. Schließlich gebe es für Retrospiele inzwischen eine große Nachfrage. Daraus entstand die Idee, Return to Blacktooth doch noch fertigzustellen.

Für die spätere Vermarktung blieb allerdings eine offene Frage: Es ließ sich nicht eindeutig klären, wer die Rechte an den Figuren hält. Der Nachfolger erscheint deshalb nun unter dem erweiterten Titel Return to Blacktooth: A Head Over Heels Adventure.

Ein Nachfolger mit 16-Bit-Wurzeln

Spielerisch bleibt Return to Blacktooth nah an Head Over Heels. Im Mittelpunkt stehen erneut Head und Heels, zwei Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die einzeln gesteuert und an bestimmten Stellen zusammengebracht werden müssen. Aus dieser Trennung entstehen viele Rätsel: Mal kommt nur eine Figur an einen Schalter, mal braucht es beide, um einen Raum zu überwinden.

Insgesamt umfasst Return to Blacktooth fünf Welten und mehr als 300 Räume, in denen Fallen, Gegner und Umgebungsrätsel warten. Optisch und spielerisch bleibt das Spiel der 16-Bit-Ära verpflichtet: mit isometrischer Ansicht, klar abgegrenzten Räumen und Rätseln, die stärker auf Übersicht, Laufwege und Figurentausch setzen als auf schnelle Reaktionen.

Konsequent ist deshalb auch die Plattformwahl. Return to Blacktooth: A Head Over Heels Adventure erscheint über Thalamus Digital für Atari ST und Amiga und damit für Systeme aus der Zeit, in der das Spiel ursprünglich hätte fertig werden sollen. Nötig sind mindestens 1 MByte RAM.

Wer keine Originalhardware besitzt, kann die Versionen auch mit passenden Atari-ST- oder Amiga-Emulatoren spielen. Die digitale Ausgabe(öffnet im neuen Fenster) kostet 12,99 US-Dollar. Eine Boxfassung soll folgen und neben dem Spiel auch eine Diskette, ein Handbuch, Sticker, ein Poster sowie weitere Extras enthalten.


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