Die Theorie: Spielen übers Netz

Eine andere Möglichkeit, nicht allein zu spielen, ist Netplay. Damit werden selbst uralte Konsolenspiele für zwei Spieler netzwerktauglich. Der Trick von Netplay ist sehr einfach: Auf jedem der beteiligten Rechner läuft die Emulation des jeweiligen Spiels, Netplay kümmert sich um die Synchronisation des Bildes und der Benutzereingaben zwischen den beiden Emulationen.

Wir würden gerne darüber berichten, wie gut oder schlecht das effektiv funktioniert - nur ist es uns leider nicht gelungen, auch nur ein Spiel mit Netplay zum Laufen zu bekommen.

Die Konfiguration über das Retropie-Menü ist schnell erledigt. Einer der Rechner wird als Host/Server definiert, der andere als Client. Der Client benötigt zusätzlich noch die Angabe der Host-IP. Eventuell muss der Port noch eingetragen werden.

Jetzt steht aber die Frage im Raum, wie auf dem Server das Spiel im Netplay-Modus gestartet wird. Unser Versuch, irgendeine Art von Dokumentation zu Netplay auf dem Retropie oder unter Retroarch im Allgemeinen zu finden, scheitern. Üblicherweise wird nur das Konfigurationsmenü beschrieben.

Die Praxis ernüchtert

Eher durch Zufall stoßen wir auf die Option zum Start. Sie befindet sich im Konfigurationsmenü für den Emulator, das aufgerufen werden kann, wenn ein Spiel gestartet wird. Der Spieler hat nach dem Aufruf des Spiels aus Emulationstation heraus etwa eine Sekunde Zeit, den A-Button zu drücken, dann erscheint das Menü. Der Zufall spielt dabei insofern eine Rolle, als der Emulator Netplay unterstützen muss. Nur in dem Fall wird die Option auch angeboten. Leider ist weder irgendwo übersichtlich dokumentiert, welcher Emulator es unterstützt, noch wird der Nutzer irgendwie darauf hingewiesen, bevor er das Spiel startet. Hier hilft nur ausprobieren.

Wird das Spiel im Netplay-Modus gestartet, passiert erstmal gar nichts - der Server wartet darauf, dass sich ein Client mit ihm verbindet. Das tun wir schließlich auch, mangels eines zweiten Raspberry Pi 2 im Büro nutzen wir dafür einen Mac mit Retroarch. Das sollte in der Theorie funktionieren, denn Netplay ist auch in Retropie eine Retroarch-eigene Funktion.

Wir konfigurieren das Mac-Retroarch als Client und starten das Spiel mit der gleichen ROM-Datei und dem vermeintlich identischen Emulator wie auf dem Raspberry Pi 2. Beim Start erhalten wir dann allerdings die Meldung, dass Netplay deaktiviert wurde. Wir probieren weitere Spiele wie auch Emulatoren aus, stets mit dem gleichen Ergebnis. Auf der Suche nach der Fehlerursache finden wir heraus, dass der Hinweis, dass identische ROM-Dateien und vor allem identische Emulatoren (bei Retroarch Cores genannt) verwendet werden sollen, sehr ernst genommen werden sollte. Bereits kleinere, plattformbedingte Unterschiede bei den Versionen der Emulatoren scheinen dazu zu führen, dass es scheitert.

Effektiv ist damit Netplay wenig alltagstauglich. Denn es funktioniert faktisch nur dann problemlos, wenn beide Nutzer identische Plattformen benutzen. Von weiteren Netplay-Experimenten haben wir deshalb, auch aus Zeitgründen, erst einmal abgesehen.

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Saldek 23. Okt 2015

Ich kann keine LAN-Verbindung herstellen. In RECALBOX habe ich WLAN deaktiviert, als IP...

jens_b 17. Sep 2015

Noch gibt es RetroVGS nicht und die Macher wollen so wie ich es sehe Geld mit dem...

EynLinuxMarc 13. Sep 2015

Von Seite der Nintendo, ist es ja verboten ein Spiel auf nicht Nintendo geräte zu...

mingobongo 12. Sep 2015

Gut werde ich auch zum ende des Jahres mal machen. Habe noch den RP1B und werde das...



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