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Retrogaming: Roberta und Ken Williams arbeiten an neuem Spiel

Mit ihrer Firma Sierra On-Line und mit Adventures wie King's Quest hat das Ehepaar Williams die Spielebranche entscheidend geprägt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von King's Quest (Bild: Sierra On-Line)
Artwork von King's Quest Bild: Sierra On-Line

Mehr als 20 Jahre nach dem letzten Projekt arbeiten Roberta und Ken Williams an einem neuen Computerspiel. Das hat ein Youtuber namens Space Quest Historian(öffnet im neuen Fenster) herausgefunden. Details zu dem neuen Titel sollen erst in ein paar Wochen oder Monaten veröffentlicht werden.

Nach Angaben von Ken Williams soll es sich um ein Einzelspielerabenteuer handeln, das an frühere Titel des Ehepaars anknüpft. Damit dürfte es so gut wie sicher ein Adventure sein. Im Juli oder August 2021 soll ein mutmaßlich geschlossener Betatest beginnen.

An dem Spiel wird seit rund sechs Monaten gearbeitet. Für die künstlerische Gestaltung zeichnet Roberta Williams verantwortlich, um die Programmierung kümmert sich ihr Gatte Ken. Außerdem soll eine weitere Person an dem Titel beteiligt sein.

Adventures entscheidend geprägt

Roberta und Ken Williams haben 1979 das Entwicklerstudio Sierra - eigentlich Sierra On-Line - gegründet, wobei das "On-Line" damals keinen Bezug zum Internet hatte. In dem Studio waren sie zusammen für mehrere der damals erfolgreichsten Adventure-Reihen verantwortlich.

Es gab eine Zeit in den 90er Jahren, da haben Computerspieler vor allem darüber diskutiert, ob Sierra oder doch Lucas Arts die besseren Adventures abliefert. Sierra war damals eines der bekanntesten Studios.

King's Quest 9 The Silver Lining - Gameplay
King's Quest 9 The Silver Lining - Gameplay (08:08)

Roberta Williams hat selbst unter anderem King's Quest und Phantasmagoria produziert und damit auch das Adventure-Genre nachhaltig geprägt. Bei Sierra entstanden außerdem Klassiker von anderen Entwicklern, etwa Leisure Suit Larry und Space Quest.

1996 wurde Sierra an eine Holding namens CUC International verkauft. Danach wurde das Studio immer wieder neu strukturiert, bis praktisch nichts mehr davon ürig war. Über mehrere Zwischenstationen landete Sierra als Marke bei Activision. 2008 sollte sie eigentlich erneut verkauft werden - allerdings fand sich kein Abnehmer.


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