Abo
  • Services:

Retrogaming: Nintendo klagt gegen populäre ROM-Seiten

Mit millionenschweren Klagen geht Nintendo gegen zwei bekannte Seiten vor, auf denen Spieleklassiker aus Serien wie Mario und Pokémon zum Download als ROM für Emulatoren verfügbar sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Mario Maker erstelltes Quasi-Retrospiel
Mit Mario Maker erstelltes Quasi-Retrospiel (Bild: Ninteno)

Die amerikanische Niederlassung von Nintendo hat bei einem Gericht in Arizona eine Klage gegen den ebenfalls aus dem Bundestaat stammenden Betreiber von zwei besonders großen Webseiten mit Spiele-ROMs eingereicht. "LoveROMs und LoveRETRO gehören zu den bekanntesten und berüchtigtsten Onlinezentren für raubkopierte Spiele", schreibt Nintendo in der Klageschrift, die Torrentfreak veröffentlicht hat.

Stellenmarkt
  1. TÜV SÜD Gruppe, München
  2. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin

Der Streitwert ist beträchtlich: Für jedes der als Download angebotenen Spiele verlangt Nintendo Schadenersatz in Höhe von 150.000 US-Dollar sowie für jede sonstige Verletzung der Markenrechte weitere 2 Millionen US-Dollar. Laut Torrentfreak würde sich dadurch eine Summe von etwa 100 Millionen US-Dollar ergeben.

Der Betreiber der Seiten hat bereits reagiert: LoveRETRO ist geschlossen, und auf LoveROMs sind nun keine Spiele mehr von Nintendo zu finden. Einen Eindruck von der Nachfrage vermittelt allerdings ein Kasten mit der automatisch generierten Anzeige der populärsten Suchwörter: Dort steht mit über drei Millionen Anfragen "Pokémon" auf dem ersten Platz, gefolgt von "Mario" mit rund einer halben Million Anfragen. Auf dem dritten Platz ist "Super Mario" mit rund 350.000 Anfragen zu finden. Auf welchen Zeitraum sich die Angaben beziehen, ist nicht klar.

LoveROMs und LoveRETRO verlangen kein Geld für den Download, sondern verdienen ihr Geld über Werbung und Spenden. Um welche Summe es geht, ist völlig unklar - allerdings dürfte der Betreiber deutlich mehr als ein Taschengeld mit den Seiten verdient haben. Für die von Nintendo genannten Summen dürfte die Einnahmen allerdings bei weitem nicht reichen.

Auf den Sites könne Gamer zum einen ROMs von Spieleklassikern herunterladen, um sie etwa auf ihrem PC mit einem Emulator zu verwenden; zum anderen gibt und gab es Emulatoren für Systeme wie die Dreamcast, die Playstation und ältere Nintendo-Konsolen sowie weitere zum Emulieren benötigte Dateien.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 13,99€
  2. (-79%) 12,49€
  3. (-79%) 11,49€
  4. 46,99€

Homunculus0 28. Aug 2018

Frage mich grade ob es gefährlich ist jetz noch roms zu ziehen. Also kann ich verklagt...

krakos 31. Jul 2018

Magst du das mal genauer ausfüren, am liebsten mit Paragraphen,

PaulaPuffmutter 25. Jul 2018

Ja genau, und dann gibt es am besten jemanden, der quasi Brot backen tut und einer, der...

Porterex 25. Jul 2018

Eigentlich muss man Nintendo gar nicht die Schuld dafür geben, die verteidigen hier...

bombinho 25. Jul 2018

Naja, hier hinkt es schon recht heftig. Nehmen wir an, jemand kauft den zerdepperten...


Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on

Google hat die neuen Pixel-Smartphones vorgestellt. Das Pixel 3 und das Pixel 3 XL haben vor allem Verbesserungen bei den Kamerafunktionen erhalten. Anfang November kommen beide Geräte zu Preisen ab 850 Euro auf den Markt.

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL - Hands on Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Google-Apps könnten Hersteller bis zu 40 US-Dollar kosten
  2. Google Pixel-Besitzer beklagen nicht abgespeicherte Fotos
  3. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Informationsfreiheitsbeauftragte Algorithmen für Behörden müssen diskriminierungsfrei sein
  2. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  3. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär

    •  /