Retrobit-Geräte im Hands On: Controller-Tisch statt Controller auf dem Tisch
Der Hersteller Innex(öffnet im neuen Fenster) hat auf der CES 2017 neue Produkte seiner Retro-Marke Retrobit vorgestellt. Neben einem neuen Handheld für verschiedene Gameboy-Systeme fällt besonders der neue Controller-Couchtisch auf.

Innex hat in einem etwa 1 x 0,5 Meter großen Holztisch namens Mega Table einen übergroßen Controller untergebracht, der per Kabel an verschiedene Konsolen angeschlossen werden kann. Auf der CES hatte der Hersteller den Tisch mit einem NES-Clone verbunden.
Als Bedienelemente gibt es ein digitales Steuerkreuz, einen Select- und einen Start-Button sowie vier Feuerknöpfe. Vom Design her ist die Oberfläche des Tischs einem NES-Controller nachempfunden. Innex hatte einen ähnlich großen NES-Controller bereits auf der CES 2016 präsentiert, damals aber noch nicht als Tisch.
Mario auf dem Tisch spielen
Wir haben mit dem Mega Table eine Runde Super Mario Bros gespielt – was geht, aber eine ziemliche Umgewöhnung ist: Wir müssen fest auf das Steuerkreuz und die Knöpfe drücken, was mitunter an schwere körperliche Arbeit grenzt. Schwierig wird es, wenn wir Mario schnell in die andere Richtung bewegen wollen – selbst mit weit ausgestreckten Fingern können wir nicht allzu schnell von rechts nach links auf dem Steuerkreuz wechseln.
Das Ergebnis ist ein gänzlich anderes Spielgefühl als mit einem herkömmlichen Controller. Wir können uns vorstellen, dass sich bestimmt Spiele eher weniger für den Mega Table eignen dürften, eben jene, die allzu schnelle Bewegungen erfordern. Grundsätzlich macht der Tisch aber Spaß, zumal man gleich noch seine Cola drauf abstellen kann.
Der Tisch ist aus Holz und soll ab März 2017 erhältlich sein. Den Preis gibt Innex mit 500 Euro an – kein Schnäppchen für einen Controller, aber für Retro-Fans könnte der Mega Table eine interessante Ergänzung für den Konsolenhaushalt sein.
Ein Handheld für (fast) alle Gameboy-Spiele
Ebenfalls auf der CES hat Innex den Super Retro Boy vorgestellt. Das Handheld ist etwas kleiner als ein originaler Gameboy und kann Gameboy-, Gameboy-Color- und Gameboy-Advance-Cartridges aufnehmen. Das Farbdisplay ist hintergrundbeleuchtet, das Licht kann in fünf Stufen gedimmt werden.
Ganz blickwinkelstabil ist das Display nicht, wirklich störend finden wir den Helligkeitsverlust aber nur, wenn wir von schräg oben auf den Bildschirm schauen. Die Bedienelemente entsprechen fast denen eines klassischen Gameboys: digitales Steuerkreuz, Start- und Select-Button und vier Feuerknöpfe – der Gameboy hatte nur zwei.
Die Verarbeitung ist nicht optimal, der Preis dafür niedrig
Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt, das Steuerkreuz einen geringen Hub. Anders als beim originalen Gameboy fühlt es sich deutlich weniger schwammig an. Die von uns gespielten Spiele liefen problemlos auf dem Super Retro Boy, das Gerät macht Spaß. Geladen wird das Handheld über einen Micro-USB-Anschluss, wie lange die Akkulaufzeit ist, konnten wir am Stand des Herstellers nicht herausfinden.
Die allgemeine Verarbeitung des uns gezeigten Gerätes ist noch in Ordnung, entspricht aber nicht der Oberklasse. Bei einem Preis von 80 US-Dollar geht das aber in Ordnung. Die Version in Schwarz gefällt uns tendenziell etwas besser, da sie hochwertiger als die weiße wirkt. In den Handel kommen soll der Super Retro Boy im August 2017.
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