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Retro-Gaming: Neues Linux-Projekt für alte Direct3D-Spiele

Der Autor des Projekts D7vk möchte eine bessere Interoperabilität für Spiele mit Direct3D 7 unter Linux erreichen.
/ Mike Faust
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Valve setzt Proton ein, damit Windows-Spiele auf dem Linux-basierten SteamOS funktionieren. (Bild: Valve)
Valve setzt Proton ein, damit Windows-Spiele auf dem Linux-basierten SteamOS funktionieren. Bild: Valve

Das Open-Source-Projekt d7vk hat zum Ziel, auch ältere Windows-Spiele unter Linux funktionsfähig zu machen. Wie Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf das Github-Repository von dv7k(öffnet im neuen Fenster) berichtet, beschreibt der Autor des d7vk-Projekts, Wintersnowfall, dieses als Vulkan-basierte Übersetzungsschicht für Direct3D 7 (D3D 7).

D7vk ist nicht der erste Versuch, Direct3D-7-Spiele für Linux lauffähig zu machen, und auch die in Winde integrierte D3D-Kompatibilitätsschicht unterstützt einige Formen von Direct3D bereits seit Längerem. Das d7vk-Projekt verzweigt sich allerdings von der bestehenden dxvk-Kompatibilitätsschicht, die auch von Valves Proton für SteamOS verwendet wird.

Wintersnowfall schreibt, dass er zwar nicht davon ausgeht, dass d7vk in Zukunft in dxvk integriert werden wird, aber zum Ziel hat, "das gleiche Niveau an anwendungsbezogenen/zielgerichteten Konfigurationsprofilen und Korrekturen" zu bieten, wie es bei dxvk der Fall sei. Er ist zudem der Meinung, dass es immer gut sei, "mehr Optionen auf dem Tisch zu haben" .

"Äußerst problematische API-Interoperabilität"

Ars Technica sieht in d7vk eine willkommene zusätzliche Option für Fans von Spielen, die mit D3D-7-APIs geschrieben wurden. Als Beispiele werden Spiele wie Escape from Monkey Island, Arx Fatalis und das Original Hitman: Codename 47 genannt. Wintersnowfall nennt als Motivation für das Projekt, Spiele wie Sacrifice und Disciples II zusätzlich zum bestehenden dxvk spielen zu können.

Die meisten unterstützten Spiele sollen inzwischen gut oder sehr gut laufen, heißt es weiter. Da Direct3D 7 aber eine "äußerst problematischer API-Interoperabilität" habe, sei laut Wintersnowfall nicht davon auszugehen, dass das Projekt jemals eine vollständige Kompatibilität erreichen wird.

Einer Erweiterung des Projekts um noch ältere D3D-Versionen schließt er zudem aus, da D3D 7 schon "Herausforderung und Chaos genug" sei.


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