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Retro-Gaming: Entwickler baut Arcade-Klassiker als einfache Handhelds nach

Der bekannte Entwickler Michał Zalewski hat für seine Kinder Spielhallen-Klassiker nachgebaut - als kleine Handhelds mit einfachem Aufbau.
/ Tobias Költzsch
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Die Handhelds von Zalewski sind definitiv leichter als dieser Space-Invaders-Automat. (Bild: Graham Turner/Keystone/Hulton Archive/Getty Images)
Die Handhelds von Zalewski sind definitiv leichter als dieser Space-Invaders-Automat. Bild: Graham Turner/Keystone/Hulton Archive/Getty Images

Nibbler, Scramble und Breakout sind Spieleklassiker, die in den Spielhallen der 1970er Jahre für Aufsehen sorgten. Der polnische Entwickler Michał Zalewski, früher bei Googles Sicherheitsteam und jetzt Vice President of Security Engineering bei Snap, hat die drei Spiele zusammen mit seinen Kindern als Handhelds nachgebaut.

Die Handhelds sind entsprechend kindgerecht aufgemacht und einfach nachzubauen, wie Zalewski in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) zeigt. Auf eine speziell hergestellte Platine verzichtet Zalewski, stattdessen kommt ein einfaches Entwickler-Board zum Einsatz. Darauf werden die Bauteile direkt aufgelötet und miteinander verbunden.

Als Prozessoren werden Einplatinenrechner verwendet: Beim Nibbler-Handheld Turbosnake 25000 (Nibbler wurde später vor allem auf Nokia-Handys als Snake bekannt) kommt ein ATmega644 zum Einsatz. Der Handheld hat einen kleinen Dot-Matrix-Bildschirm mit 32 LEDs, vier Buttons für die Richtungsänderung der Schlange, einen Lautsprecher und eine dreistellige LED-Nummernanzeige für den Punktestand.

Handhelds basieren auf kleinen Einplatinenrechnern

Im zweiten Handheld Dino in Space, der auf Scramble basiert, steckt ein ATmega1284. Der Handheld hat einen kleinen OLED-Bildschirm. Die Hindernisse und das Fahrzeug, das Spieler steuern, werden mit selbst gestalteten 5x8-Zeichen dargestellt. Das Spiel kann bis zu vier Highscores speichern. Wie Zalewski berichtet, hat einer seiner Söhne es nach Wochen geschafft, den EEPROM so zu bearbeiten, dass er schummeln konnte.

Das dritte Spiel nennt Zalewski Blockbuster 7000. Dabei handelt es sich um eine Breakout-Version im Querformat - der Ball wird also von links nach rechts gespielt und nicht von unten nach oben. Auch Blockbuster 7000 basiert auf einem ATmega1284, als Bildschirm kommt ein OLED-Panel mit einer Auflösung von 128 x 64 Pixeln zum Einsatz.

Zalewski hat seinem Breakout-Handheld eine interessante Software-Funktion verpasst: Wird der Knopf für das Loslassen des Balls während des Spiels gedrückt, läuft es schneller. So können Nutzer die Phasen, in der der Ball die Steine abräumt, beschleunigen. Das Spiel hat sechs Speicherplätze für Highscores.

Wer Michał Zalewskis Handhelds nachbauen will, findet die Anleitungen samt Teilelisten in seinem Blog. Bauanleitungen hat Zalewski allerdings nicht veröffentlicht, aber für Nachfragen seine E-Mail-Adresse angegeben.


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