Retinal Projection Laser Eyewear: Netzhautprojektion korrigiert Sehschwächen

Fujitsu arbeitet zusammen mit QDLaser an einem Brillenprojekt, das sehschwachen Anwendern helfen soll. Das System funktioniert ohne besondere Anpassung, bis zur Marktreife vergehen jedoch noch Jahre. Als Augmented-Reality-Brille könnte sie aber schneller kommen.

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Die Retinal Projection Laser Eyewear soll Sehschwachen helfen.
Die Retinal Projection Laser Eyewear soll Sehschwachen helfen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für Sehschwache wird eine Alternative zur Brille entwickelt, die sich das Augmented-Reality-Konzept zunutze macht. Fujitsu arbeitet an der elektronisch arbeitenden Alternative unter dem Namen Retinal Projection Laser Eyewear. Die Technik wird zusammen mit QDLaser zur Marktreife gebracht und ist derzeit in einem Demonstrationsstadium.

  • Die Brille ist recht leicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier ist die Optik auf der rechten Seite. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Kameraloch fällt auf. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Optik in der Nahaufnahme  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die Brille ist recht leicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
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Die Brille eignet sich laut Fujitsu sowohl für weit- als auch kurzsichtige Nutzer. Unter Umgehung der Linse im Auge wird das Bild direkt auf die Netzhaut projiziert. Das Prinzip ist vergleichbar mit der VR-Brille Avegant Glyph. Im Fall einer Sehschwächenkorrektur dient die Kamera der Brille als Bildquelle. Die Netzhautprojektion bedeutet allerdings auch, dass der Nutzer nicht zu fokussieren braucht. Bei einem kurzen Test mit der Brille fiel auf, dass das Fokussieren mit dem Auge praktisch keinen Effekt auf das Bild hat: Es bleibt in derselben Schärfe. Was uns allerdings störte, war der hohe Platzbedarf der Technik, die vor der eigentlichen Brille positioniert ist. In unserem Fall musste die Brille sehr nah ans Auge geführt werden, mit dem Resultat, dass die Augenliedhaare gegen die Optiken stießen. Der Tragekomfort war hingegen gut; die Brille ist angenehm leicht. Allerdings muss erwähnt werden, dass sie im aktuellen Entwicklungsmuster an einem Kabel hängt.

Die Brille funktioniert sofort

Technisch projiziert der Laser nicht direkt ins Auge. Stattdessen strahlt ein RGB-Laser das Bild auf einen MEMS-Spiegel, der die Informationen an einen weiteren Reflektor weitergibt. Erst von dort geht es direkt in den Augapfel. Das Interessante an der Technik ist, dass sie ohne Justage funktioniert, wodurch aufwendige Anpassungen wegfallen. Es bleibt aber noch abzuwarten, welche Probleme mit dem Konzept im Detail gelöst werden können. Fujitsu macht dazu bisher keine Angaben.

Bis zur Marktreife wird es allerdings noch einige Zeit dauern, wie uns Fujitsu sagte. Das Unternehmen bemüht sich derzeit um die notwendigen Zertifizierungen, die für den Medizinmarkt notwendig sind. Das soll 2018 abgeschlossen werden. Erst danach kann die Brille zu einem Produkt entwickelt und auf den Markt gebracht werden.

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Fujitsu plant die Brille aber auch für Bereiche außerhalb des Medizinbereichs. Mixed-Reality- oder Augmented-Reality-Systeme sind also möglich, auch wenn Fujitsu davon noch nichts zeigte. Entsprechende Betriebssysteme dafür sind längst in der Entwicklung. Microsoft will seinHololens-Betriebssystem Windows Holographic 2017 beispielsweise auch für andere Hardware öffnen.

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