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Restrukturierungsplan: Salesforce entlässt Tausende Angestellte

Vor allem Tableau soll betroffen sein. In Deutschland hat der CRM -Entwickler 1.300 Angestellte.
/ Daniel Ziegener
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Die Salesforce-Führung sagt zum Abschied "Danke". (Bild: Salesforce)
Die Salesforce-Führung sagt zum Abschied "Danke". Bild: Salesforce

Die im vergangenen Jahr begonnene Serie von Massenentlassungen in der Tech-Branche setzt sich auch 2023 fort. Salesforce kündigte an, ein Zehntel der Belegschaft entlassen zu wollen. Nach Informationen von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) soll die Belegschaft von Tableau am stärksten betroffen sein. Salesforce hatte das Unternehmen 2019 für 15,7 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) übernommen. Auch beim für 27,7 Milliarden US-Dollar übernommenen Messenger-Dienst Slack soll es Entlassungen geben.

Der am 4. Januar 2023 vorgestellte Restrukturierungsplan(öffnet im neuen Fenster) ziele darauf ab, die Betriebskosten zu senken und "das anhaltende Engagement des Unternehmens für profitables Wachstum weiter voranzutreiben" , hieß es. Der Plan sieht eine Reduzierung der derzeitigen Belegschaft um zehn Prozent vor.

Außerdem sollen Büroflächen "in bestimmten Märkten" verkleinert werden. Nach Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsbericht(öffnet im neuen Fenster) beschäftigt Salesforce weltweit mehr als 73.000 Menschen. Es könnten also bis zu 7.300 Arbeitsplätze betroffen sein.

Auf Anfrage teilte Salesforce nicht mit, ob und wie viele Angestellte in Deutschland betroffen seien. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen hierzulande 1.300 Angestellte(öffnet im neuen Fenster) . "Entscheidungen über den Abbau von Stellen unterliegen den lokalen Gesetzen und Konsultationserfordernissen in bestimmten Ländern sowie den Geschäftsbedürfnissen des Unternehmens" , schrieb CEO Marc Benioff(öffnet im neuen Fenster) an die Belegschaft. In der Rundmail bezeichnete er Salesforce als Ohana(öffnet im neuen Fenster) , ein hawaiianischer Begriff für Familie.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibe "schwierig" , Kunden seien bei Kaufentscheidungen entsprechend zurückhaltender. "Vor diesem Hintergrund haben wir die sehr schwierige Entscheidung getroffen, unsere Belegschaft um etwa 10 Prozent zu reduzieren, vor allem in den kommenden Wochen." Die Einnahmen seien durch die Pandemie gestiegen, man habe aber zu viele Mitarbeiter eingestellt, erklärte Benioff. Er übernehme für diese Fehlentscheidung die Verantwortung.

Ähnlich äußerten sich im vergangenen Jahr schon Shopify-Chef Tobias Lütke und Metas Chef Mark Zuckerberg , die in ihren Unternehmen ebenfalls nach einer Überschätzung der Geschäftsentwicklung während der Pandemie wieder massiv Stellen abbauten.

Benioff bedankte sich bei den entlassenen Mitarbeitern und versprach für diejenigen in den USA ein Abfindungspaket von fünf Monatsgehältern. Außerhalb der USA sollen ähnliche Pakete angeboten werden.


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