Restrukturierung: Meta Platforms wird 11.000 Beschäftigte entlassen

Meta Platforms wird mehr als 11.000 Beschäftigte oder 13 Prozent der Belegschaft abbauen und damit die erste umfassende Umstrukturierung einleiten. Das geht aus einem Schreiben von Konzernchef Mark Zuckerberg an die Belegschaft(öffnet im neuen Fenster) hervor. "Ich habe beschlossen, die Größe unseres Teams um etwa 13 Prozent zu reduzieren und mehr als 11.000 unserer Mitarbeiter zu entlassen" , heißt es in dem Schreiben.
Zugleich sollen die Ausgaben gekürzt und der Einstellungsstopp bis zum ersten Quartal verlängert werden. "Ich möchte die Verantwortung für diese Entscheidungen übernehmen und dafür, wie es dazu gekommen ist" , betonte Zuckerberg.
Die Aktie von Meta fiel in diesem Jahr um mehr als 70 Prozent. "Der makroökonomische Abschwung, der zunehmende Wettbewerb und der Verlust von Werbung" hätten dazu geführt, dass der Umsatz viel niedriger ausgefallen sei, "als ich erwartet hatte. Ich habe das falsch eingeschätzt, und dafür übernehme ich die Verantwortung" , erklärte Zuckerberg. "Dies ist ein trauriger Moment, aber es führt kein Weg daran vorbei" , schrieb er.
Metas Probleme sind jedoch auch hausgemacht. Im Rahmen der kostspieligen Wette auf das Metaverse kündigte das Unternehmen für das Jahr 2023 Ausgaben von bis zu 100 Milliarden US-Dollar an. Zugleich sagte Zuckerberg, er erwarte, dass die Ausgaben erst "in einem Jahrzehnt Früchte tragen werden" . Das machte die großen Investoren nervös, die nun "offenbar mit den Massenentlassungen beruhigt werden sollen" , wie Golem.de aus der Meta-Belegschaft erfahren hat. Meta-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um fast 3 Prozent.
"Persönlich Verantwortung übernehmen würde bedeuten, dass Mark sofort zurücktritt und einen Teil seines gigantischen Vermögens den Betroffenen und ihren Familien zur Verfügung stellt, die bald ohne Krankenversicherung dastehen" , sagte ein Betroffener.



