Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Restrukturierung: Autodesk streicht rund 1.000 Stellen

Autodesk baut weltweit Arbeitsplätze ab. Der Softwarekonzern begründet den Schritt mit einer weiteren Anpassung seiner Organisation.
/ Przemyslaw Szymanski
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die wohl bekannteste Software von Autodesk heißt AutoCAD. (Bild: Autodesk / Screenshot Golem)
Die wohl bekannteste Software von Autodesk heißt AutoCAD. Bild: Autodesk / Screenshot Golem

Der US-Softwarekonzern Autodesk plant einen umfassenden Stellenabbau und will weltweit rund sieben Prozent seiner Belegschaft entlassen. Das teilte das Unternehmen in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) mit. Betroffen sind demnach etwa 1.000 Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt Autodesk nach jüngsten Angaben rund 15.300 Mitarbeiter weltweit.

Der Stellenabbau ist Teil einer weiteren Anpassung der sogenannten Go-to-Market-Organisation. Mit der Maßnahme will der Konzern seine Vertriebs- und Marktorganisation neu ausrichten. Konkrete Angaben zu einzelnen Abteilungen oder Standorten machte Autodesk nicht.

Die organisatorische Neuausrichtung hat für Autodesk auch finanzielle Folgen. In der bei der SEC eingereichten Mitteilung bezifferte das Unternehmen die erwarteten Kosten der Restrukturierung auf rund 135 Millionen bis 160 Millionen US-Dollar vor Steuern. Diese entstehen überwiegend durch Abfindungszahlungen sowie weitere personalbezogene Aufwendungen.

Der Großteil der Kosten soll in den kommenden beiden Geschäftsjahren anfallen. Die vollständige Umsetzung der Maßnahmen ist bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 vorgesehen, vorbehaltlich gesetzlicher Vorgaben und notwendiger Konsultationen.

Autodesk legt Fokus auf Abomodelle

Autodesk entwickelt Softwarelösungen für Architektur, Bauwesen, Konstruktion, Fertigung und Medienproduktion. Zu den bekanntesten Produkten zählen AutoCAD, Revit, Fusion und Maya. Die Anwendungen werden weltweit von Planungsbüros, Industrieunternehmen und Kreativstudios eingesetzt.

In den vergangenen Jahren stellte Autodesk sein Geschäftsmodell grundlegend um. Statt klassischer Einzellizenzen setzt das Unternehmen zunehmend auf abonnement- und nutzungsbasierte Angebote. Die nun angekündigte Restrukturierung soll diesen Transformationsprozess organisatorisch abschließen.

"Kein jährlicher Prozess"

Autodesk-CEO Andrew Anagnost äußerte sich in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) an die Mitarbeiter zu dem Stellenabbau. Ihm sei bewusst, welches Gewicht diese Nachricht habe, insbesondere nach den organisatorischen Veränderungen im vergangenen Jahr.

Die aktuellen Maßnahmen seien weder durch das externe Umfeld bedingt noch Teil eines Versuchs, Mitarbeiter durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. "Ich möchte deutlich machen, dass dies kein jährlicher Prozess bei Autodesk werden soll" , betonte der Konzernchef.

Trotz des Stellenabbaus und der dadurch entstehenden Kosten sieht sich Autodesk wirtschaftlich stabil aufgestellt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit besseren Ergebnissen als bislang erwartet. Sowohl Umsatz als auch freier Zahlungsmittelzufluss sollen über den bisherigen Prognosen liegen.


Relevante Themen