Security-Firmen sollten bessere interne Sicherheitsprozesse haben

Golem.de: Sicherheitslücken gibt es nicht nur in normaler Anwendersoftware wie Betriebssystemen, sondern immer wieder auch in Software von Sicherheitsfirmen, etwa in Virenscannern. Arbeitet die IT-Sicherheitsindustrie in Bezug auf Sicherheit selbst schlampig?

Stellenmarkt
  1. Senior Software Entwickler (m/w/d) mit Schwerpunkt PLC
    SUSS MicroTec Lithography GmbH, Garching bei München
  2. IT-Prozessmanagerin bzw. IT-Prozessmanager(w/m/d)
    Handwerkskammer Düsseldorf, Düsseldorf
Detailsuche

Vanunu: Sicherheitsfirmen sollten bessere interne Sicherheitsprozesse haben. Ich habe aber das Gefühl, dass es dafür in der ganzen Industrie in den vergangenen Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit gibt. Der Einfluss auf das eigene Image wird immer größer. Trotzdem sollten Sicherheitsfirmen sich immer wieder bewusst machen, dass jede Codezeile, die sie eingeben, eine mögliche Schwachstelle ist. Aber ich glaube, dass die Industrie sich in die richtige Richtung bewegt und insgesamt reifer geworden ist.

Golem.de: Ihr Job bei Checkpoint ist es unter anderem, für die Sicherheit der Produkte zu sorgen. Wie testet Checkpoint seine eigenen Produkte?

Vanunu: Alle Entwickler, die zu Checkpoint kommen, bekommen ein spezialisiertes Training für sichere Softwareentwicklung. Wir haben Prozesse vom Design über die Betaversion bis hin zum fertigen Release. Es gibt zahlreiche Milestones für Security, die jeder Entwickler und jeder Product-Owner erreichen muss, um eine Freigabe zu erhalten. Security ist Teil unserer DNA.

"Bei jeder Codezeile muss die Sicherheit berücksichtigt werden"

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.–28. Oktober 2021, Virtuell
  2. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wir erwarten von jedem Entwickler, der eine Codezeile schreibt und von jedem Manager, der eine Entscheidung trifft, zu berücksichtigen, ob die neuen Features einen Einfluss auf die Security haben. Aber auch bei uns gibt es natürlich Bugs, wie in jeder Software. Wenn wir Berichte über Sicherheitsprobleme bekommen, dann schließen wir diese Probleme so schnell wie möglich.

Wir haben ein Team von zehn Entwicklern, das sich nur um die Sicherheit unserer eigenen Produkte kümmert. Im Team gibt es Spezialisten, um Exploits zu entwickeln, einen Verschlüsselungsexperten, einen Kernel-Profi und welche, die sich vor allem mit Fuzzing beschäftigen. Wir entscheiden immer wieder, welche Angriffsvektoren die besten sind, um unsere eigene Software zu testen. Es ist wichtig, Menschen mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten in diesen Prozess zu integrieren, um gute Ergebnisse zu bekommen.

Golem.de: Danke für das Gespräch!

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Wir sollen mit der Veröffentlichung von Details zurückhaltender sein
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


cpt.dirk 11. Jun 2017

Die Praxis der vielen oftmals sogar völlig vertraulich und unternehmensfreundlich...

cpt.dirk 11. Jun 2017

Kann man so pauschal nicht sagen. Ein Großteil der proprietären Systeme "da draußen...

Baker 08. Jun 2017

Soweit ich es verstanden habe, ist das die Hauptaussage dieses "Experten". Klingt nicht...

Cok3.Zer0 07. Jun 2017

Wenn das Update dann überhaupt funktioniert. Sie haben's auf jeden Fall irgendwann im...

__destruct() 07. Jun 2017

Spätestens da bekommt doch jeder mit, was die Lücke ist, und gemäß dem, was auf der 1...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /