Resident Evil Requiem: Verfügbarkeit und Fazit
Regelmäßig müssen wir zur Lagerkiste zurück, um Platz zu schaffen oder um Heil-Items zwischenzulagern. Das erhöht zwar den Druck, bremst den Spielfluss jedoch stellenweise unnötig.
Um das viele Laufen etwas spannender zu machen, müssen wir stellenweise ebenfalls umherstreunenden Riesenmonstern ausweichen, die wir (soweit wir wissen) nicht töten können; allerdings ist es nicht besonders schwierig, den Bestien zu entkommen.
Inszenatorisch leistet sich Capcom kaum Schwächen. Der Horror entsteht nicht allein durch Blut und Schockmomente, sondern auch durch Sounddesign, Lichtstimmung und das ständige Gefühl, beobachtet zu werden.
Es gibt gelungene Überraschungen und bisweilen sogar makabren Humor. Besonders in Erinnerung bleibt uns eine Szene mit einer Kettensäge, die sich verselbständigt. Die Geschichte verbindet persönliche Motive mit den größeren Verschwörungen der Reihe und bindet bekannte Elemente stimmig ein.
Von den drei Schwierigkeitsgraden empfanden wir die mittlere Stufe als ausgewogen. Ressourcen – insbesondere Munition – sind knapp, aber fair verteilt. Den Spielstand können wir serientypisch an Schreibmaschinen in Saverooms sichern. Den Umfang der Kampagne schätzen wir auf zehn bis 16 Stunden; mit Extras kommen noch ein paar Stunden dazu.
Technisch lief das Spiel auf unserer Playstation 5 absolut stabil. Wir hatten weder Abstürze noch gravierende Grafikfehler, Ladezeiten blieben kurz. Die PC-Systemanforderungen sind moderat. Als Minimum nennt Capcom einen Core i5-8500 oder Ryzen 5 3500, 16 GByte RAM sowie eine Geforce GTX 1660 oder Radeon RX 5500 XT.
Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 für Playstation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch 2 und Windows-PC (Steam, Epic Games Store); die Standardversion kostet je nach Plattform 70 oder 80 Euro. Die deutsche Sprachausgabe finden wir sehr gelungen. Es gibt weder Multiplayer noch Mikrotransaktionen, die USK hat eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.
Fazit
Resident Evil Requiem überzeugt mit einer spannenden, konsequent erzählten Geschichte und einem gelungenen Wechsel zwischen Grace und Leon. Gerade die stärkere Fokussierung auf Grace erweist sich als erzählerischer Gewinn, während die meisten actionlastigen Sequenzen mit Leon für Abwechslung und Dampfablassen sorgen.
Der hohe Gore-Anteil ist teils ungewohnt heftig, wirkt aber passend. Schwächen zeigt das Spiel vor allem bei der teils ausufernden Lauferei und dem sehr knapp bemessenen Inventar – hier hätten wir gerne mehr Platz und damit Komfort gehabt.
Insgesamt liefert Capcom ein intensives, atmosphärisch dichtes Horror-Abenteuer, das die Wurzeln der Serie ernst nimmt und zugleich überzeugend weiterentwickelt.
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