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Resident Evil Reboot von Zach Cregger: Selten so gelacht beim Gruseln

Resident Evil ist im Kino endlich kein B-Movie-Trash mehr. Zach Cregger liefert ein eigenwilliges Reboot, das Gruselfilm und Parodie vermischt.
/ Daniel Pook
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Filmposter, basierend auf einer frühen Szene aus Resident Evil. (Bild: Constantin Film)
Filmposter, basierend auf einer frühen Szene aus Resident Evil. Bild: Constantin Film
Inhalt
  1. Resident Evil Reboot von Zach Cregger: Selten so gelacht beim Gruseln
  2. Klassisch langsam schlurft hier niemand
  3. Creggers Antithese zur Videospiellogik
  4. Wenn Bremsleuchten die Nacht in Rot hüllen

Spoilerhinweis: Wir versuchen, über bekannte Trailer hinaus nicht zu viel zu verraten. Allerdings erwähnen wir teilweise, welche Dinge aus Resident-Evil-Spielen nicht im Film zu sehen sind.

Alle zwei bis fünf Jahre kommt eine neue Resident-Evil-Realverfilmung. Daran haben wir uns seit 2002 gewöhnt. Genauso, wie wir uns daran gewöhnt haben, unter dem Titel normalerweise nur unfreiwillig komischen Trash serviert zu bekommen.

Sechs solcher mal mehr und mal weniger(öffnet im neuen Fenster) erträglicher B-Movies, ein nicht mehr weiterverfolgtes Low-Budget-Reboot(öffnet im neuen Fenster) und eine gescheiterte Netflix-Serie(öffnet im neuen Fenster) später, dachten sich Lizenzinhaber Constantin Film und Sony Pictures nun offenbar: Warum versuchen wir es nicht ausnahmsweise mal ernsthaft mit einem guten Film? Na, endlich.

Horrorspezialist Zach Cregger (Weapons, Barbarian) zahlt das Vertrauen, das in ihn durch ein Budget von 75 Millionen US-Dollar und große künstlerische Freiheit gesteckt wurde, mit einem mutigen, unterhaltsamen, originellen und größtenteils spannenden Genrewerk zurück, dessen Kassenerfolg sich laut Branchenmeldungen(öffnet im neuen Fenster) bereits abzeichnet. Und das verdient, obwohl sein anfangs noch erfrischend glaubhaft gedachtes Resident Evil zum Schluss doch wieder in die serientypische Albernheit zurückfällt.

Vieles, was die Capcom-Reihe als Games ausmacht, fehlt in Creggers Adaption aber wirklich bis zum Ende komplett oder kommt nur marginal vor. Wer auf ikonische Charaktere, wie aus den Spielen kopierte Monster und detailgetreu nachgebildete Schauplätze hofft, sollte diese Erwartungen vor dem Kinobesuch gen Null senken, sonst ist die Enttäuschung groß. Das hier ist ganz klar nicht Capcoms Resident Evil, sondern Zach Creggers. Die Trailer zeigten das vorab bereits deutlich.

Resident Evil (Filmtrailer des Reboots von 2026)
Resident Evil (Filmtrailer des Reboots von 2026) (02:32)

Würde die Umbrella Corporation als Verursacher eines verheerenden Lab-Leaks und Raccoon City als Schauplatz nicht namentlich genannt, hätte dieser Film eigentlich nicht Resident Evil heißen brauchen und es würde sich dadurch oberflächlich nichts ändern. Dass Cregger, der auch Co-Autor war, in Interviews zugab(öffnet im neuen Fenster), die Geschichte grundsätzlich bereits geplant zu haben, ehe das Projekt zu einem Resident-Evil-Film wurde, wundert uns daher überhaupt nicht.

Wir erkennen hier vielmehr Einflüsse von Horrorfilmklassikern wie Tanz der Teufel 2 und Das Ding aus einer anderen Welt, fühlten uns zuweilen auch an James Gunns Slither erinnert. Und das meinen wir durchweg positiv, sofern man nicht von Natur aus schnell zu Übelkeit neigt.

Wer von fleischigen Mutantententakeln, platzenden Blutsäcken, sich aufspaltenden Körpern und derlei Abscheulichkeiten nicht genug bekommt, wird trotz FSK 16 vortrefflich bedient. Die allesamt grotesken Wesen in der Stadt Raccoon City, die von Erzeugnissen aus einem Umbrella-Labor her rühren, sind abwechslungsreich gestaltet und wecken von Ekel bis Grusel die ganze Palette an Horrorfilmgefühlen. Nur wenig sieht dabei nach Computereffekten aus, das Budget macht sich erfreulicherweise bei der überzeugenden Monsterdarstellung bemerkbar.


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