Resident Evil: Die erste Realserie: Zu viel gewollt

Constantin hat nach den Resident-Evil-Filmen auch eine Serie produziert. Sie ist halbwegs gelungen, Fans der Spiele könnten aber wieder enttäuscht sein.

Eine Rezension von Peter Osteried veröffentlicht am
Ella Balinska spielt Jade, einer der wichtigsten Figuren in der Netflix-Serie Resident Evil.
Ella Balinska spielt Jade, einer der wichtigsten Figuren in der Netflix-Serie Resident Evil. (Bild: Netflix)

Für die deutsche Filmfirma Constantin war Resident Evil eines der ganz großen Franchises. Mit den sechs Filmen mit Milla Jovovich erwirtschaftete man allein im Kino einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Doch seit dem Ende der Reihe steckt Resident Evil in der Krise. Der filmische Neustart mit Resident Evil: Welcome to Raccoon City (Rezension) ging gehörig in die Hose.

Inhalt:
  1. Resident Evil: Die erste Realserie: Zu viel gewollt
  2. Serie hatte offenkundig nicht das größte Budget

Nun steht ein weiterer Neustart an - als Fernsehserie. Die erste Staffel mit acht Episoden gibt es seit Donnerstag (14. Juli) bei Netflix.

Zwei Geschichten

Die Serie erzählt parallel zwei Geschichten. Eine beginnt im Jahr 2036, 14 Jahre nach dem Ende der Welt. Jade Wesker ist in London und studiert die Zeroes, also die Zombies, gerät aber bald in Bedrängnis und muss von einer desolaten Zuflucht zur nächsten fliehen.

Parallel dazu wird die Geschichte der Wesker-Töchter Jade und Billie im Jahr 2022 erzählt, als beide mit ihrem Vater Albert nach New Raccoon City in Südafrika kommen. Keine von beiden möchte dort sein, Jade lässt das ihren Vater auch deutlich spüren.

Stellenmarkt
  1. IT-Verantwortlicher (m/w/d) für den Second-Level-Support
    Stadt Eppingen, Eppingen
  2. Systemadministrator*in (m/w/d) Netzwerk- und Internetdienste
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

In der Umbrella-Stadt wird der Verkaufsstart des neuen Medikaments Joy vorbereitet, aber die Nebenwirkungen sind ausgesprochen fatal. Albert Wesker soll es richten, hat aber ganz andere Probleme, nachdem seine Töchter bei Umbrella eingebrochen sind und eine von ihnen verletzt wurde.

Alles neu

In der Serie gibt es Verweise auf einige der Games, das Schicksal von Raccoon City wird immer wieder angedeutet. Letztlich ist dieses neue Resident Evil aber eine Geschichte, die für sich steht. Man benötigt nicht unbedingt Vorwissen, weder durch die Filme noch durch die Games.

Mit Ausnahme von Albert Wesker wird vor allem mit neuen Figuren gearbeitet. Was Wesker betrifft: Er ist nun nicht nur gänzlich anders, weil er von Lance Reddick gespielt wird, sondern auch, weil der Schurke der Games und Filme hier den Familienvater herauskehrt - mit echter Sorge um seine Kids. Natürlich ist das aber nicht alles. Wenn es um Wesker geht, geht es auch immer um etwas Sinistres, das sich im Verlauf der Staffel immer stärker offenbart - denn eigentlich dürfte er ja gar nicht mehr leben!

Die neuen Figuren wie etwa die Töchter sind ein großer Vorteil der Serie gegenüber dem jüngsten Film. Erwartungen werden so gar nicht erst geschürt, sondern im Gegensatz gebremst. Zuschauer können so ohne vorgefertigte Meinung in die Serie einsteigen.

Eine Geschichte ist besser als die andere

Das größte Problem der Serie ist die Zweiteilung der Geschichte. Die Erzählebene des Jahres 2036 erinnert mit ihrer düsteren Stimmung eher an Resident Evil: Extinction, allerdings tut sich in diesem Handlungsstrang nicht viel. Jade ist immer in Bewegung, von einem miesen Ort zum nächsten, immer verfolgt von Umbrella-Handlangern.

Hier gibt es vor allem Action, aber das Gefühl fehlt. Denn Jade sorgt sich zwar um ihren entfernt wohnenden Mann und ihre Tochter. Da man sie aber kaum kennenlernt, entwickelt man als Zuschauer keine Empathie. Man sieht einfach mehr oder minder interessiert typischer Zombie-Ende-der-Welt-Action zu.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Serie hatte offenkundig nicht das größte Budget 
  1. 1
  2. 2
  3.  


deus-ex 18. Jul 2022 / Themenstart

Sind wir mal ehrlich. RE Spiele sind erfolgreich wegen dem Spielanteil (Survival, Horror...

godmode 17. Jul 2022 / Themenstart

"Schlechteste Serie aller Zeiten". Der findet das Ding also noch schlimmer als etwa...

Phintor 15. Jul 2022 / Themenstart

Also das altbekannte Spiel. Irgend wo in einer Schublade, lag nach dem Erfolg der Dawn...

Rasczak 15. Jul 2022 / Themenstart

Nicht drüber nachdenken, konsumiere Produkt und sei gehyped für nächstes Produkt. Und...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google Fonts
Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten

Nach einer Entscheidung des Landgerichts München erhalten Webseitenbetreiber mit eingebundenen Google Fonts vermehrt Abmahnungen.

Google Fonts: Abmahnungen an Webseitenbetreiber mit Google-Schriftarten
Artikel
  1. Paw Patrol: US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille
    Paw Patrol
    US Space Force schickt Roboterhunde auf Patrouille

    Die US Space Force wird einen hundeähnlichen Roboter von Ghost Robotics auf Patrouille schicken, um Personalkosten zu senken.

  2. Programmiersprache: JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken
    Programmiersprache
    JSON-Erfinder will Javascript in Rente schicken

    Douglas Crockford, der Erfinder des Datenformats JSON und Mitentwickler von Javascript, findet, dass die Sprache in Rente geschickt werden sollte.

  3. Windows auf dem Mac: Parallels wird merklich teurer
    Windows auf dem Mac
    Parallels wird merklich teurer

    Parallels 18 bietet eine native Unterstützung für Windows 11 und eine bessere Ressourcenzuweisung. Allerdings wird die Software teurer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: WD SSD 1TB m. Kühlkörper (PS5) 119,90€, MSI 29,5" 200 Hz 259€, LG QNED 75" 120 Hz 1.455,89€ • MindStar (XFX RX 6950 XT 999€, Gainward RTX 3070 559€) • Gigabyte Deals • Der beste Gaming-PC für 2.000€ • Apple Week bei Media Markt • be quiet! Deals [Werbung]
    •  /