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Resident Evil: Das wohl peinlichste Milchgesicht der Videospielgeschichte

Ist das legendäre Resident Evil - Code: Veronica heute noch gruselig? Unser Autor hat zum 20. Jubiläum von Code: Veronica den Selbstversuch gewagt, sich erneut auf eine von Zombies befallene Gefängnisinsel gewagt und festgestellt, dass nicht jeder Klassiker gut altert.

Artikel von Benedikt Plass-Fleßenkämper veröffentlicht am
Artwork von Resident Evil - Code: Veronica
Artwork von Resident Evil - Code: Veronica (Bild: Capcom)

Resident Evil revolutionierte 1996 das Genre der Horrorspiele, vor allem in den USA war es vom ersten Tag an ein großer Hit. Nachdem Entwickler Capcom im Laufe der Dekade zwei Fortsetzungen für die erste Playstation-Konsole abgeliefert hatte, erschien der nächste Teil, ein Spin-off der Hauptreihe, zeitexklusiv für Segas Dreamcast.

Inhalt:
  1. Resident Evil: Das wohl peinlichste Milchgesicht der Videospielgeschichte
  2. Hilfe, sie sprechen!
  3. Panzersteuerung trifft Untote

Am 3. Februar 2000 veröffentlichte Capcom Resident Evil - Code: Veronica in Japan und erntete dort fast durchweg euphorische Rezensionen. Auch die im März beziehungsweise Mai 2000 nachgereichten US- und Europa-Versionen verzückten Spieler ebenso wie Kritiker.

Zur Jahrtausendwende war ich ein Riesenfan von Segas letzter Heimkonsole. Egal, ob Sonic Adventure, Shenmue oder Soul Calibur: Ich spielte exzessiv so ziemlich jeden großen Titel für die 128-Bit-Konsole. Da ich die ersten beiden Resident Evil auf der Playstation geliebt hatte, war klar, dass ich auch das gefeierte Code: Veronica spielen musste. Also kaufte ich mir das Horrorspiel und zockte es an einem Wochenende durch.

In meiner Erinnerung lebt Resident Evil - Code: Veronica als ein technisch fortschrittliches Action-Adventure, das mich aufgrund der tollen Story rund um die böse Umbrella Corporation sowie dank der opulenten Grafik und des großartigen Soundtracks packte. Vor allem ein herrlich abgedrehter Bösewicht und der abenteuerliche Plottwist hatten es mir angetan. So sehr, dass Code: Veronica auf Anhieb mein liebstes Resident Evil wurde.

PS2-Umsetzung statt Dreamcast-Original

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Für meine Zeitreise zurück ins Jahr 2000 möchte ich zur PC-Adaption des Spiels greifen. Doch zu meiner Überraschung muss ich feststellen, dass das Spiel nie für den PC portiert wurde. Also fahre ich zunächst die komplette Retroschiene und hole mein Dreamcast-Original aus dem Schrank.

Positive Überraschung: Konsole, Controller und GD-ROM sind seit Jahren ungenutzt, funktionieren aber nahezu auf Anhieb. Lediglich der Pad-Anschluss hat etwas Staub angesammelt. Nach einer kurzen Reinigung läuft alles einwandfrei.

Trotz dieser erfreulichen Erfahrung weiche ich nach kurzem Anspielen auf die Playstation-2-Konvertierung aus, die Capcom 2001 als Resident Evil - Code: Veronica X veröffentlicht hat und die bis auf wenige Veränderungen identisch mit der Urfassung ist. Warum der Systemwechsel? Zum einen hatte ich bereits 2000 so meine Probleme mit dem recht klobigen Dreamcast-Pad.

Zum anderen kann ich meine PS2-DVD dank Emulator dann doch am Computer genießen und so bequem ein paar Videos aufzeichnen, um daraus Screenshots anzufertigen. Alternativ ist Resident Evil - Code: Veronica als HD-Neuauflage für Playstation 3, Xbox 360 und Xbox One erhältlich. PS4-Nutzer dürfen hingegen lediglich die PS2-Version spielen, die im Playstation Store zum Download angeboten wird.

Gespannt starte ich das Spiel. Es dauert allerdings nicht lange, bis meine positiven Erinnerungen den ersten Dämpfer erleiden: Das Intro ist ein kleines Meisterwerk in der Kategorie "Überzogene Dramatik mit dürftiger Logik"; es unterbietet inhaltlich problemlos jeden Michael-Bay-Film. Die Entwickler übertreiben es maßlos mit irren Verfolgungsjagden, in denen Protagonistin Claire Redfield von allerlei Soldaten sowie aus einem Hubschrauber beschossen wird.

Zwischendurch tötet sie ein halbes Dutzend Gegner mit nur einem Schuss auf ein paar explosive Fässer, während sie selbst (logisch!) keinen Kratzer abbekommt. Und am Ende ist es ein einzelner Mann, der sie mit einer mickrigen Pistole bedroht und gefangen nimmt.

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derKlaus 07. Feb 2020

Sehr viele Spiele vor dem Siegeszug der 3D Grafik, Pixel Rastergrafik ist auch heutzutage...

MickeyKay 04. Feb 2020

Klar. Aber ich behaupte, dass die Grafik noch revolutionärer hätte aussehen können, wenn...

starscreen 04. Feb 2020

100% Zustimmung. Früher waren Hypes nicht so stark. Es gab teilweise sogar Auszeichnungen...

BlindSeer 04. Feb 2020

Man erinnere sich an die ersten Adventures, wo man sogar Boote im Inventar problemos...

Smoffte 03. Feb 2020

Der Zentralrat der Fliesentischbesitzer ist erfreut über das zweite Bild!


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