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VR, Verfügbarkeit und Fazit

Ein gelungenes, ziemlich ungewöhnliches dramaturgisches Element sind interaktive Videosequenzen. Die starten wir, indem wie eine Kassette direkt im Spiel in einen VHS-Rekorder schieben. Dann schauen wir aber keinen Film, sondern spielen - leicht verzerrt und mit Grisselgrafik - die Ereignisse aus dem Video nach. Wenn wir dort sterben, machen wir wie im sonstigen Spiel am letzten Speicherpunkt weiter. Diese Checkpoints sind sehr gut und fair gesetzt. Zusätzlich können wir in Saverooms auch manuell den jeweiligen Stand absichern.

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Entwickler und Publisher Capcom gibt für die Kampagne eine Spielzeit von neun bis dreizehn Stunden an - für unser Gefühl ist eher die niedrigere Stundenzahl zutreffend. Für den VR-Modus ist die offizielle Zeitangabe zwei bis drei Stunden länger, was wir wiederum bestätigen können. Im vollwertigen VR-Modus von Resident Evil 7 steuern wir die Bewegungen per Gamepad, das Headtracking - also ein Blick zur Seite - erfolgt natürlich über die Playstation VR. Im VR-Modus erfolgen Bewegungen stufenweise, außerdem geht es relativ langsam und gemächlich zu - nur ganz selten ist uns minimal übel geworden.

Manchmal hat das durchaus praktische Vorteile, etwa wenn wir mit einem Beugen des Kopfes vorsichtig um eine Ecke schauen können, ob dort schon die Familie Baker lauert. An sich ist VR-Resi aber ebenso anstrengend wie intensiv. Wir finden, dass es noch mal mehr Überwindung kostet, eine Tür zu öffnen, wenn wir uns so unmittelbar in der fremden (VR-) Welt befinden.

  • Freundin Mia ist seit drei Jahren verschollen... (Screenshot: Golem.de)
  • In einem Versteck beobachten wir, wie Frau Baker ausflippt... (Screenshot: Golem.de)
  • Das Inventar ist mitsamt der Gesundheitsanzeige sehr einfach gehalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn wir die Karte gefunden haben, können wir einen Blick auf die Zimmer werfen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Anwesen der Bakers lauern düstere Gefahren. (Screenshot: Golem.de)
  • Der freundliche Herr ist ein Polizist - und zwar wirklich. (Screenshot: Golem.de)
  • So sahen die Bakers früher mal aus... (Screenshot: Golem.de)
  • Jetzt ist mit Jack gar nicht gut Kirschen (oder sonstwas) essen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Schrotflinte kriegen wir nur mit einem Trick. (Screenshot: Golem.de)
  • Per Videorekorder greifen wir auf interaktive Filme zu. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch aus der Nähe wirkt Marguerite Baker nicht so richtig sympathisch. (Screenshot: Golem.de)
Per Videorekorder greifen wir auf interaktive Filme zu. (Screenshot: Golem.de)

Die Umgebungen und die Grafik wirken zwar auf den ersten Blick etwas farbarm und unspektakulär, aber letztlich gibt es dann eben doch sehr viele Details und erstklassige Lichteffekte zu bestaunen - mit dem Headset auf dem Kopf wirken diese noch mal interessanter als auf dem flachen Monitor.

Resident Evil 7 Biohazard ist für Xbox One und Playstation 4 für je rund 60 Euro und für Windows-PC für rund 50 Euro erhältlich. Wer bei Microsoft im Windows Store oder auf Xbox Live kauft, bekommt im Rahmen von Play Anywhere gleichzeitig die Xbox- und die PC-Fassung - Resi 7 ist damit das erste Programm eines Drittherstellers, für das dieses Angebot auch gilt. Neben Playstation VR werden übrigens keine weiteren Headsets wie etwa Oculus Rift oder HTC Vive unterstützt. Einen Multiplayermodus gibt es nicht. Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen, das englische Original liegt aber allen Versionen bei.

Für alle Plattformen gibt es eine spielbare Demo namens Beginning Hour; die für die PC-Version ist auf Steam zu finden. Hierzulande veröffentlicht Capcom eine ungeschnittene Version mit einer USK-Altersfreigabe ab 18 Jahre.

Fazit

Es braucht keine Zombiehorden und keine riesigen Waffenkammern: Resident Evil 7 bringt mit erstaunlich einfachen, aber gekonnt eingesetzten Mitteln den ganz großen Horror auf den Bildschirm. Hier sorgt schon das Öffnen einer Tür dafür, dass Angstschweiß ausbricht. Wenn die Eigner des Baker-Anwesens in die Nähe kommen, macht sich sogar so etwas wie Panik breit.

Selbst die Handlung ist mit wenigen, aber wirkungsvollen Andeutungen toll erzählt - und hat uns mehr berührt als so manch aufwendig mit Zwischensequenzen angereichertes Epos. Ein kleiner Geniestreich sind die interaktiven Videofilme, die für Abwechslung sorgen, ohne dass der Fokus auf die Hauptfigur verlorengeht.

Capcom hat richtig entschieden, sowohl im Standard- als auch im VR-Modus auf die Ich-Perspektive zu setzen. Besonders für Besitzer einer Playstation VR ist das Spiel eine Offenbarung: Der erste vollwertige Titel für das Headset spielt sich damit zwar anstrengend, aber sehr überzeugend. Auch die technische Umsetzung inklusive Steuerung ist gelungen.

Kleinere Probleme gibt es nur, wenn das Spiel zu stark auf hintergründige Spannung setzt und uns minutenlang eigentlich harmlose Gänge und Zimmer absuchen lässt. Haben wir ein Gespür dafür entwickelt, dass dort keine Gefahr droht, bricht die Immersion und das Horrorhaus fühlt sich an wie ein entvölkerter Demolevel. Sehr oft kommt das zum Glück nicht vor. Dafür wird es gegen Ende etwas zu actionlastig, weil sich der ein oder andere Kampf übermäßig in die Länge zieht.

Trotzdem: Unterm Strich ist Teil 7 das beste Resident Evil seit langem. Es ist nicht nur ein Meilenstein für die Serie, sondern für das ganze Genre. Wer halbwegs starke Nerven hat, sollte sich dieses Spiel nicht entgehen lassen.

 Resident Evil 7 Biohazard im Test: Einfach der Horror!
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TrudleR 07. Feb 2017

Die Hololens hat ein Konzept. Die Vive nicht. IMHO Für die Hololens gibt es schon diverse...

Anonymouse 03. Feb 2017

Habe im ersten Durchlauf auf Normal 9:48h gebraucht.

jsm 02. Feb 2017

Immer diese Raubkopierer-Panikmache. Witcher 3 war ein Erfolg. Und das gabs auch von...

Tyler_Durden_ 25. Jan 2017

Motion sickness + Kotzduft, VR scheint sich ja prächtig zu entwickeln :D

Meisterqn 25. Jan 2017

Ich bin als PSVR Besitzer auch nicht von diesem Deal begeistert. Dem VR Markt insgesamt...


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