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Resident Evil 3 im Test: Geht-so-gruselige Action in Raccoon City

Die Neuauflage des Klassikers Resident Evil 3 hat eine schicke Grafik, eine interessante Handlung - und sehr viel Action.

Ein Test von veröffentlicht am
Artwork von Resident Evil 3
Artwork von Resident Evil 3 (Bild: Capcom)

Achtung: Auf den ersten Blick erinnert Resident Evil 3 vage an die Coronapandemie - vor allem, weil es auch im Spiel um ein Virus geht. Nach ein paar Minuten wird klar, dass der Titel in einem fiktiven Szenario angesiedelt ist und dass der Krankheitserreger in der Kampagne kaum vorkommt. Trotzdem sollten Personen, die Angst wegen der aktuellen Nachrichten haben, darüber nachdenken, das Game nicht oder erst dann zu spielen, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat.

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Nemesis ist eigentlich die griechische Göttin der Rache. In Resident Evil 3 ist Nemesis der Name eines riesigen Monsters, mit dem wir uns eine ebenso lange wie tödliche Verfolgungsjagd liefern. In der Neuauflage des Horrorklassikers von 1999 spielen wir die Spezialagentin Jill Valentine, die vor allem zwei Ziele hat: die Angriffe von Nemesis zu überleben und aus der von Zombies überrannten Stadt Raccoon City zu entkommen.

In der rund acht bis zehn Stunden langen Kampagne haben wir es mehrfach mit Nemesis zu tun. Dazwischen gibt es immer wieder Abschnitte, in denen uns das Höllenbiest in Ruhe lässt und wir Aufgaben erledigen müssen. Gleich am Anfang geht es etwa darum, die Stromversorgung einer Untergrundbahn mit Verbündeten und Zivilisten wieder zu aktivieren.

Dazu müssen wir eine Möglichkeit finden, ein Feuer zu löschen und dann Stromgeneratoren zu aktivieren. Das tun wir bei Dunkelheit im Vergnügungsviertel von Raccoon City - in dem wir allerdings keinen unbeschwerten Spaß haben, sondern uns mit Waffengewalt gegen Zombies wehren müssen.

Resident Evil 3 enthält sehr viel mehr Feuergefechte und sonstige Action als der direkte Vorgänger. Vom ersten Augenblick an können wir den Kontakt mit Zombies entweder mit einem neuen Ausfallschritt vermeiden oder den Untoten ein paar Kugeln in den Schädel jagen. Das Spiel hat drei Schwierigkeitsgrade, die sich sehr spürbar unterscheiden. Im einfachsten erholt sich Jill ein Stück weit, außerdem erhält sie wesentlich mehr Schießpulver für die Produktion von Kugeln - damit gibt es fast keine Munitionsknappheit.

Ernsthafte Rätsel finden sich kaum. Während wir im Vorgänger noch richtig knobeln mussten, erledigen sich die meisten Aufgaben fast schon von selbst beim Abklappern von allen gerade offenen Gängen. Stellenweise müssen wir dann zurück in die Anfangsgebiete des jeweiligen Abschnitts, wo uns wieder neue Zombies entgegenwanken - es gibt also meist genug zu ballern.

Das Abenteuer basiert wie die unmittelbaren Vorgänger auf der RE Engine von Capcom. Teile der Umgebungen sehen ähnlich düster aus, es gibt aber etwas mehr farbstarke Abschnitte, etwa das genannte Vergnügungsviertel. Einige Elemente wie das Inventar und die Schreibmaschine zum Speichern sind ebenfalls aus den Vorgängern bekannt.

  • Immer wieder müssen wir als Jill Valentine durch brennende Umgebungen. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Zwischendurch steuern wir mal nicht Jill, sondern einen Soldaten. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Nemesis im Kampf mit Jill (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Mit dieser Anleitung steuern wir eine U-Bahn fern - das ist viel einfacher, als es hier aussieht. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sind wichtige Stellen markiert. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Das Inventar wird im Spielverlauf etwas vergrößert. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die gute Steuerung ist sehr intuitiv auf die Tasten gelegt. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
Immer wieder müssen wir als Jill Valentine durch brennende Umgebungen. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)

Das Remake von Resident Evil 3 ist ab dem 3. April 2020 für Xbox One, Playstation 4 und Windows-PC (Steam) verfügbar, der Preis liegt bei rund 60 Euro. Das Spiel bietet eine sehr gute englische und deutsche Sprachausgabe. Neben der rund acht Stunden langen Kampagne gibt es einen asymmetrischen Multiplayermodus, Resident Evil Resistance, den wir nicht ausprobieren konnten. Das Spiel enthält keine Mikrotransaktionen. Von der USK hat es eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Das Remake von Resident Evil 3 hat uns nicht so gepackt wie die Neuauflage des Vorgängers oder Serienteil 7. Zwar hat Capcom ein stimmig inszeniertes und stellenweise sehr gut aussehendes Spiel entwickelt. Spielfiguren wie die Heldin Jill sind toll gestaltet und animiert. Auch die Umgebungen finden wir interessant, so dass uns das Erforschen der Areale viel Spaß gemacht hat.

Doch leider ist das sehr actionlastige Gameplay auch sehr durchschaubar. Hauptgegner Nemesis etwa erschreckt uns kaum. Wir ahnen nämlich vom ersten Moment an, dass er uns in Normalfall nur dann erwischt, wenn es von der Handlung so gewollt ist. Die langen Fluchtsequenzen sind eigentlich eher interaktiv aufbereitete Zwischenszenen.

Ähnlich offensichtlich ist für erfahrene Computerspieler, welche Vorgehensweise bei verschlossenen Türen und vor allem in den Kämpfen gegen Standardgegner nötig ist. Überhaupt, die Feuergefechte mit Zombies und anderen Monstern sind uns auf Dauer minimal zu eintönig. In Sachen Rätseldichte und -qualität haben die Vorgänger erst recht mehr geboten.

Eine emotionale Horror-Herausforderung wie die Vorgänger ist Resident Evil 3 nicht. Als fast schon arcadiger Ballerspaß mit sehr guter Steuerung und einer spannenden Handlung funktioniert das Spiel aber ziemlich gut.

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