Verfügbarkeit und Fazit

Eine wesentliche Herausforderung beim Überleben in Raccoon City ist, dass wir sparsam mit Munition und den anderen Ressourcen umgehen - was gar nicht so einfach ist, weil unser Inventar anfangs kaum Platz bietet und erst durch gefundene Extras vergrößert wird. Vor allem zu Beginn der Kampagne bedeutet das mitunter lange Laufwege, weil wir einen Teil der Ausrüstung in den für Monster unzugänglichen Sicherheitsräumen in eine Truhe legen müssen; in diesen Zimmern können wir an Schreibmaschinen übrigens auch unseren Spielstand sichern.

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Die gefundenen Extras und Ressourcen sind nicht nur nötig für das Vorankommen, sondern laden ein Stück weit auch zum Experimentieren ein. So können wir verschiedenfarbige Heilpflanzen miteinander kombinieren, was jeweils andere Verbesserungen für die Helden haben kann. Auch mit Schießpulver und weiteren Chemikalien können wir unsere Überlebenschancen langfristig verbessern.

Eine wesentliche Änderung gegenüber dem Original ist übrigens die Steuerung. Im Resident Evil 2 von 1998 haben wir Claire und Leon aus einer Kamera gesehen, die fest irgendwo im Raum installiert war. Im Remake verfolgen wir das Geschehen aus der Schulterperspektive, was auch in den teils sehr engen Umgebungen erstaunlich gut funktioniert und weniger hakelt als in vielen anderen Titeln. Es gibt noch eine Reihe weiterer Details, an denen Capcom etwas umgestellt hat: Ein Teil der Levels ist anders aufgebaut, es gibt weitere Nebenfiguren mit zusätzlichen Handlungssträngen und ähnliche Überraschungen.

Von Grund auf neugestaltet ist die Grafik. Das Remake von Resident Evil 2 basiert wie das Anfang 2017 veröffentlichte Resident Evil 7 auf der RE Engine von Capcom. Die Optik der beiden Programme ähnelt sich sehr: Beide bieten eine Grafik, die auf den ersten Blick etwas detail- und farbarm wirkt, aber dann immer wieder mit detailreichen Darstellungen und sehenswerten Licht- und Schatteneffekten punktet.

  • In den Optionen können wir für Claire und Leon eine Zielhilfe aktivieren - das macht die Kämpfe etwas einfacher. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Leon muss am Anfang der Kampagne vor vielen Zombies flüchten. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die automatisch mitgezeichnete Karte ist eine große Hilfe. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Licht- und Schatteneffekte sind teils sehenswert. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Mit solchen gefundenen Hinweisen lösen wir Rätsel - oder durch Ausprobieren. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Natürlich sind Untote auch in der Leichenkammer unterwegs ... (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Im Sicherheitsraum speichern wir den Spielstand an einer Schreibmaschine. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Hm, was macht hier wohl welcher Schalter? (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Leon in der Polizeiwache von Raccoon City (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung per Gamepad ist ziemlich gut gelöst. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
Im Sicherheitsraum speichern wir den Spielstand an einer Schreibmaschine. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
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Resident Evil 2 Remake erscheint am 25. Januar 2019 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 für jeweils rund 60 Euro. Das Programm bietet eine gelungene deutsche Sprachausgabe und übersetzte Bildschirmtexte. Es gibt weder einen Multiplayermodus noch Mikrotransaktionen. An einigen Stellen sind Animationen und Szenen zu sehen, die sehr verstörend und schockierend wirken können. Von der USK hat das Spiel - ohne inhaltliche Schnitte - wohl vor allem deshalb eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Bei Capcom haben sie derzeit in Sachen Horror ein monstermäßig gutes Händchen. Nach dem hervorragenden Resident Evil 7 ist auch das Remake des zweiten Serienteils geglückt. Das neue Resident Evil 2 fühlt sich nicht wie ein Remake an, sondern wie ein frisch programmiertes Spiel. Das schafft sogar das Kunststück, Fans des Originals zu fesseln und gleichzeitig Neulinge in den Bann von Raccoon City zu ziehen.

Natürlich wissen Kenner der Version von 1998 über die Rahmenhandlung und das Ende schon Bescheid. Dank der überarbeiteten Umgebungen und zusätzlicher Details bieten die Abenteuer von Leon und Claire dennoch wieder Spannung - mit dem zusätzlichen Reiz, die alte mit der überarbeiteten Fassung vergleichen zu können. Die geänderte Steuerung inklusive der Verteidigungsoptionen etwa mit dem Messer funktioniert wunderbar.

Vor allem aber ist die Mischung aus Action und Adventure inklusive der sehr fairen Rätsel gelungen. Auf Dauer haben uns nur die manchmal langen Laufwege gestört - vor allem, wenn wir nur wegen Platzmangel im Inventar ständig zwischen dem aktuellen Einsatzort und einem Sicherheitsraum pendeln mussten.

Grafik und Stimmung sorgen für mehr als nur gepflegtes Denken, Kämpfen und Gruseln. Dazu kommen übrigens auch einige Ekelanimationen, wegen denen Minderjährige und empfindliche Naturen lieber einen Bogen um Resident Evil 2 machen sollten. Alle anderen sollten sich dieses rundum gelungene Remake nicht entgehen lassen.

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 Resident Evil 2 Remake im Test: Gruselig gelungene Rückkehr nach Raccoon City
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Frostwind 02. Feb 2019

Es ergibt kein Sinn mit dem zweiten Durchgang/2. Charakter. Die beiden Charaktere sind...

Frostwind 02. Feb 2019

Bei Rätseln, Inventar und Öffnen von Toren sowie Türen mit Ketten bleibt die Zeit stehen...

Achranon 31. Jan 2019

Ging mir ähnlich. Teil 4 war nicht schlecht, aber hat doch nie die gleiche unheimliche...

Anonymouse 25. Jan 2019

Restspielzeit: 5 Jahre :P

Glennmorangy 24. Jan 2019

...ich glaube ich werde es mit dann wohl doch zulegen :D



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