Resident Alien: Abschied mit einem Lächeln
Fans müssen jetzt sehr stark sein: Am 8. Oktober 2025 startet bei Sky/Wow die vierte und letzte Staffel von Resident Alien. In den USA läuft die Serie auf dem Syfy Channel, der mal wieder ausgiebig an seiner Programmstruktur bastelt, teure fiktionale Serien beendet und dafür günstigere Reality-Formate produziert. Zwei prominente Opfer sind die Serien Killerpuppe Chucky mit ihrer dritten Staffel und eben Resident Alien(öffnet im neuen Fenster) . Zumindest gab Syfy seine Pläne frühzeitig bekannt, so dass Showrunner Chris Sheridan in diesen letzten zehn Folgen die Möglichkeit hatte, auf ein Ende zuzuarbeiten, das allen Figuren gerecht wird.
Kurzzeitig bestand noch Hoffnung auf eine weitere Staffel, weil die vierte auch auf dem USA Network lief. Aber auch dort entschied man sich gegen eine Fortführung, so dass in den USA bereits am 8. August Schluss war. Zwei Monate später startet die letzte Staffel nun auch hier.
Das Ende der dritten Staffel
Im Finale der vorherigen Staffel saß Harry zusammen mit Robert auf der Mondstation der grauen Aliens im Knast. Das fiel auf der Erde aber nicht auf, weil ein böses Mantid-Alien seinen Platz übernahm, sich aber ganz anders verhielt und Leuten die Köpfe abbiß. Dass mit den Manierismen des falschen Harry etwas nicht stimmte, erkannte aber nur Max – schließlich hatte sich der Außerirdische schon öfter merkwürdig verhalten.
In der neuen Staffel gelingt Harry und Peter die Flucht. Harry muss aber feststellen, dass nichts ist, wie es war. Oder besser gesagt, dass er nicht ist, wie er war. Denn die Grauen haben ihm seine Kräfte genommen. Damit kann er sich auch nicht mehr zurückverwandeln – was bedeutet, dass er jetzt ein ganz normaler Mensch ist.
Im Verlauf der Staffel geht es also auch darum, ob Harry seine Kräfte wiederbekommt. Das führt zu einer Begegnung mit seinem Vater, die mit zum Besten gehört, was diese Serie bisher zu bieten hatte – und in Sachen schrägem Humor hat Resident Alien schon so einiges aufgefahren!
In erster Linie ist es lustig, wie Harry mit seinem neuen Status quo zurechtkommt, zumal das auch eine ganz neue Dynamik mit seiner geliebten Heather beinhaltet. Die Serie ist insgesamt witzig, gerade in diesen Szenen versteht sie es aber auch, zu berühren.
Das sind die Highlights der Staffel, aber es gibt auch im vierten Jahr so einige Subplots um Nebenfiguren, die entweder langweilen oder nerven.
Lustig und bewegend – teilweise nervig
Zum Beispiel nervt die Geschichte um D'Arcy mehr als je zuvor. Diese Figur ist hochgradig ärgerlich und stört bei jedem Auftritt – und davon gibt es leider nicht wenige. Auch die Geschichte um die Familie des Bürgermeisters und das wieder aufgetauchte Kind zieht sich und fühlt sich wie Füllmaterial an. Das ist schade – vor allem bei der letzten Staffel, die diese Zeit besser hätte nutzen können.
Gut gelungene Nebenhandlung
Die Nebenhandlung um Asta, ihren Freiheitsdrang und ihren Vater überzeugt hingegen. Darüber hinaus erfüllt sich das Schicksal von Generalin Eleanor Wright, die von Terminator -Star Linda Hamilton gespielt wird und im Lauf der Jahre eine interessante Entwicklung durchgemacht hat, die sehr schön zu ihrem logischen Ende geführt wird.
So schön es ist, dass die Serie ein richtiges Ende bekommt und die vier Staffeln eine runde Geschichte ergeben, so schade ist es, dass nichts mehr nachkommt. Denn für Alan Tudyk wurde Harry Vanderspeigle zu einer echten Paraderolle, und das will viel heißen bei diesem häufig auf schräge Figuren abonnierten Mimen.
Es bleibt abzuwarten, wann man ihn wieder in einer derart absurden Rolle sehen wird. Wahrscheinlich wird er bald wieder einen Roboter synchronisieren, wie er das in den letzten Jahren in Andor, The Electric State und Superman getan hat.