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Eben Moglen fordert einen ethischen Code für das Netz

Stephan Noller macht das nachdenklich. Er ist Gründer von nugg.ad, einem Unternehmen, das sich mit sogenanntem Tracking und mit darauf basierender anonymer Verhaltensvorhersage im Netz beschäftigt. "Moglen hat recht. Die Möglichkeiten, sich anonym im Netz zu bewegen, die es ja gibt, sind extrem brüchig", sagt Noller. Es sei beklemmend, wie wenig wir uns dessen bewusst seien.

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Dabei hätten die Nutzer im Netz viel Macht und Kontrolle, sagt Noller: "Als Nutzer kann ich sehen, wie eine Website gebaut ist, ich kann im Browser in den Quellcode schauen und so sehen, wenn beispielsweise nugg.ad einen Tracking-Cookie eingebaut hat." Diese Cookies, die lokal auf dem Computer des Nutzers gespeichert sind, kann er jederzeit löschen.

Allerdings wird das, was Transparenz herstellt und damit Kontrolle möglich macht, gern beschnitten. Aktuelle Browser beispielsweise verstecken den Befehl, mit dem sich der Code einer Website anschauen lässt. Im Menü wird er nur nach Eingabe einer bestimmten Tastenkombination sichtbar. Viele nutzen ihn sowieso nicht.

Smartphones zur Überwachung

Diese Bequemlichkeit prangert Moglen an und warnt vor allem vor Smartphones. "Wir schleppen gefährliche Dinge mit uns herum, die nicht für uns arbeiten, sondern für jemand anderen". Deshalb sei eine Art ethischer Code für das Netz dringend nötig. Dessen erste Regel müsse es sein, Nutzer nicht zu überwachen.

Diesen Code würde auch Noller unterschreiben. Schließlich gilt sein Unternehmen in der Welt der Datensammler und Überwacher als eines der sauberen, weil es beispielsweise Nutzerdaten nur anonym verarbeitet. Noller sagt, Anonymität sei wichtig und müsse möglich sein: "Es braucht mehr Datensparsamkeit, mehr Transparenz."

Wenn das kein Beleg für Moglens These von der Bedrohung ist: Jemand, der von Daten lebt, fordert selbst, die Menge der Daten zu begrenzen.

 Re:publica: Das Internet droht uns zu versklaven
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ww 04. Mai 2012

Nein, natürlich sind nicht alle blöd. Aber die "one-klick-sicherheits-lösung" gibt es...

ap (Golem.de) 03. Mai 2012

1. Die Zeit gehört zum Holtzbrinck-Verlag. 2. Golem gehört nicht mehr zu Holtzbrinck...

matok 03. Mai 2012

Du glaubst, dass mehr Geld zu mehr Qualität führt? Das sehe ich absolut nicht so. Es...

Anonymer Nutzer 03. Mai 2012

Mach mal ein Rechtsklick mit einem Tablet *ggg*

nowitzki 03. Mai 2012

wie schon e. hopper deutlich machte lechzt der moderne mensch , einsam soziale kontakte...


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