Reprap: "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

Ein 3D-Drucker gehört in jeden Haushalt, sagt der Reprap-Erfinder Adrian Bowyer. Er erklärt weshalb, und wieso wir schon auf dem besten Wege dahin sind.

Artikel veröffentlicht am ,
Adrian Bowyer während einer Veranstaltung von RS Components
Adrian Bowyer während einer Veranstaltung von RS Components (Bild: RS Components)

Der Replication Rapid-prototyper, besser bekannt unter der Abkürzung Reprap, ist nicht der erste 3D-Drucker. Aber der preiswerte Open-Hardware-Drucker hat eine Euphorie entfacht, wegen der selbst konservative Medien von der Industriellen Revolution 3.0 oder gar 4.0 sprechen. Adrian Bowyer hat den Reprap 2005 erfunden und damit den Boom preiswerter 3D-Drucker in Gang gesetzt. In jeden Haushalt gehört so ein Gerät, findet er. Den Weg dahin ebnet der Geschäftsführer der Firma Reprap Limited mit offener Hardware - und setzt auf die Weiterentwicklung der zu verarbeitenden Filament-Materialien.

Inhalt:
  1. Reprap: "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"
  2. Selbstreplikation
  3. 3D-Drucker für alle

Obwohl Bowyer sich mit dem Reprap einen Kindheitstraum erfüllt hat, wacht er nicht eifersüchtig über sein Baby, im Gegenteil. Die Open-Hardware-Philosophie stand von Anfang an hinter dem Reprap, und er will sie auch aufrechterhalten. Nur so könne Wachstum erzeugt werden, denn 3D-Drucker würden damit preiswerter und haushaltstauglicher, was wiederum anhaltendes Wachstum bringe, sagt er.

  • Adrian Bowyer während einer Veranstaltung in Berlin (Foto: RS Component)
Adrian Bowyer während einer Veranstaltung in Berlin (Foto: RS Component)

So ist es kein Wunder, dass kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgendwo auf der Welt eine neue Firma entsteht, die 3D-Drucker nach dem Reprap-Prinzip bauen und vertreiben will. Bowyer findet das fantastisch und ganz in seinem Sinne. Der 3D-Druckermarkt wachse derzeit exponentiell, sagt er. Es sei ganz natürlich, wenn ein neues Unternehmen in diesem Markt erst einmal auf bestehende Entwürfe zurückgreife, statt von Grund auf alles neu zu entwickeln.

Lauter fast gleiche Drucker

Deshalb unterscheiden sich viele der Produkte, die mit dem Fused-Deposition-Verfahren - geschmolzener Kunststoff wird schichtweise aufgetragen - arbeiten, nicht wesentlich voneinander. Bowyer sieht das jedoch nicht als Gefahr.

Derzeit wachse die Gruppe der Käufer mit der Menge an 3D-Druckern, daher fehle der Konkurrenzdruck, tatsächlich Innovationen zu entwickeln, sagt er. Dabei werde es aber nicht bleiben. Die zunehmende Verbreitung sorge für ein robustes Ökosystem, das die "speciation" (Artbildung) und damit Spezialisierung sowie Auslese erst ermögliche, ohne den gesamten Markt zu gefährden.

Closed Source und 3D-Druck gehen nicht zusammen

Firmen wie Makerbot schadeten nur sich selbst, meint Bowyer: Makerbot wird keine Konstruktionsunterlagen mehr veröffentlichen, auch Repetier Host hat angekündigt, keine Quellcodes seiner Software mehr herauszugeben. Die Entwicklung dieser Geräte und Software werde stagnieren, behauptet Bowyer. Gerade weil der Reprap explizit als selbstreplizierende Maschine konzipiert worden sei, werde es prinzipbedingt immer mehr Open-Hardware-Drucker als Closed-Hardware-Drucker geben.

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Selbstreplikation 
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g0r3 29. Apr 2014

Bereits vorher gab es übrigens Telefone. So wie der Computer in seinen Anfangszeiten.

Anonymer Nutzer 26. Apr 2014

Na, das war doch aber die letzten hundert Jahre so. Hat niemanden gejuckt. Heute läuft...

twogra 24. Apr 2014

Du musst dir ja keinen Kaufen ;) Ich habe Gestern irgendwo was von einen neuem Vermittler...

Yes!Yes!Yes! 24. Apr 2014

Ich habe ihn gelesen, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wozu man denn so ein Teil...



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