Reprap: Plätzchen aus dem 3D-Drucker

Warum Gewehre, Schallplatten oder Knorpel mit dem 3D-Drucker erstellen, wenn es auch wesentlich appetitlicher geht? Studenten haben nun Plätzchen gedruckt, die Schicht für Schicht aufgetragen werden.

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Der 3D-Plätzchendrucker bei der Arbeit
Der 3D-Plätzchendrucker bei der Arbeit (Bild: Ralf Holleis)

Studenten des Designlabs Coburg drucken mit dem 3D-Drucker Reprap Plätzchen. Dessen Pastruder-Kopf ist mit einer Spritze ausgestattet, die mit Plätzchenteig gefüllt wird. Unter Anleitung von Tutor Ralf Holleis kreierten die Studenten mit dem 3D-Programm Rhino und dem Konverter Skeinforge, das die 3D-Daten für den Reprap-Drucker in G-Code verwandelt, damit sie gedruckt werden können, zunächst Plätzchenformen.

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Der Drucker führt dann die Spritze über das Backblech und drückt die notwendige Teigmenge aus. Das funktioniert schichtweise genauso wie beim herkömmlichen 3D-Druck, nur dass die Masse natürlich noch ausgehärtet - sprich gebacken - werden muss. Einen Bauplan für den Druckkopf oder weitergehende Informationen beispielsweise zum verwendeten Teig haben die Macher bisher nicht veröffentlicht. Das Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen, wenngleich feine Strukturen durch den Backvorgang etwas verwischen. Das Backen muss beim Plätzchendrucker noch in einem separaten Ofen ausgeführt werden.

  • 3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)
  • 3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)
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  • 3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)
  • 3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)
  • 3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)
3D-Plätzchendrucker (Bild: Ralf Holleis)

Beim Cornucopia-Drucker des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der allerdings nur eine Konzeptstudie ist, gingen die Entwickler noch weiter. Dieses Gerät soll Zutaten schichtweise auftragen und sogar kochen können. Die Zutaten für die 3D-Kochkunst werden in einer Reihe von Kanistern gelagert. Über Zuleitungen werden sie zu einer Düse gebracht, die die Zutaten aufbereitet und im Innern der Maschine in Schichten aufbaut. So entsteht nach und nach das Gericht. Am Druckkopf befinden sich Wärme- und Kälteelemente, mit denen die Zutaten in der Kammer bearbeitet werden. Auch die Bodenplatte kann punktgenau erhitzen und kühlen.

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