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Repräsentative Studie: Steigende Energiekosten zerstören das Homeoffice nicht

Gehen Berufstätige wieder vermehrt ins Büro, um zu Hause Heiz- und Stromkosten einzusparen? Das Gegenteil ist der Fall, die Homeoffice-Nutzung steigt.
/ Andreas Donath
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Homeoffice (Symbolbild) (Bild: Pexels)
Homeoffice (Symbolbild) Bild: Pexels / CC0 1.0

Treiben steigende Strom- und Wärmekosten die Angestellten aus dem Homeoffice zurück ins Büro oder überwiegen die Vorteile, so dass die Beschäftigten die Nachteile auf sich nehmen?

Die Kosten von Energie und die Energiekrise sind kein Grund, um wieder häufiger ins Büro zu gehen, ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation(öffnet im neuen Fenster) (bidt) über das Homeoffice in Deutschland, bei der im Oktober 2022 knapp 1.000 Berufstätige befragt wurden.

"Die Homeoffice-Nutzung ist weiter gestiegen. So arbeiten mit 55 Prozent der Berufstätigen derzeit mehr Berufstätige mindestens gelegentlich von zu Hause aus als in allen anderen Befragungswellen des bidt zuvor. Mehr noch, wenn sich Berufstätige über die Energiekosten Gedanken machen, wollen sie eher noch öfter von zu Hause aus arbeiten als weniger" , so Dr. Roland A. Stürz, Leiter des Thinktank am bidt.

Obwohl eine Mehrheit von zwei Dritteln der Befragten der Möglichkeit einer Ausweitung des Homeoffice positiv gegenübersteht, wenn der Arbeitgeber dies erlauben würde, um seinerseits Energiekosten zu sparen, zeigt sich, dass andere Faktoren für die Beschäftigten eine größere Rolle bei der Nutzung des Homeoffice spielen.

Der wichtigste Grund für die Nutzung des Homeoffice ist die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, gefolgt von einem produktiveren Arbeiten zu Hause. Nur etwa ein Viertel der Homeoffice-Nutzer gibt Einsparungen von Kosten oder den Schutz vor einer Coronainfektion als Hauptgrund für die Nutzung des Homeoffice an. Prognosen, dass die Attraktivität des Gangs ins Büro aufgrund steigender Energiekosten wieder zunehmen wird, scheinen sich damit zunächst nicht zu bestätigen.


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