Replikatoren in Stargate: "Es war sehr schwer"

In der dritten Staffel von Stargate SG-1 tauchten die Replikatoren erstmals auf und wurden nach den Goa'uld zur nächsten großen Gefahr für SG-1 und die Erde. Einer der Schöpfer der Replikatoren war Craig Van Den Biggelar, der als Visual Effects Supervisor für die Firma Image Engine tätig war und mit seinem Team auch für einen Emmy Award nominiert wurde. Nun hat er sich in Dial the Gate(öffnet im neuen Fenster) an die Probleme erinnert, die Replikatoren mit der Technik des Jahres 1999 und dem Budget eine Fernsehserie umzusetzen.
225 Blöcke
"Es war sehr schwer. Jeder Replikator bestand aus genau 225 Blöcken. Die Animation musste per Hand gemacht werden. Wenn man große Gruppen von Replikatoren sieht, dann war jeder von ihnen per Hand animiert," sagte Van Den Biggelaar(öffnet im neuen Fenster) .
Für eine Szene, in der Replikatoren durch Beschuss zerstört wurden, mussten vier verschiedene Explosions-Simulationen entwickelt werden. "Wir nutzten eine dynamische Simulation und veränderten sie per Hand, weil die Software dazu damals nicht in der Lage war. Wir mussten per Hand festlegen, wo jedes einzelne Teil landete. Das funktionierte auf dem Boden gut, an der Decke und den Wänden weniger. Es gibt Momente, da verschwinden sie einfach und wir haben das mit einer Explosion, die wir darüberlegten, kaschiert."
Inmitten der Action fiel das damals nicht so auf, aus heutiger Sicht sehen die Replikatoren aber natürlich etwas grob aus. Die Idee, sie aus vielen Blöcken zusammenzusetzen, hatte jedoch den Vorteil, dass die Animation etwas ungenauer sein konnte.
Heimdall
Van Den Biggelaar arbeitete an fast jeder Stargate-Staffel, mit Ausnahme der jeweils ersten Season von SG-1 und Atlantis. Bis 2006 arbeitete er bei Image Engine, dann gründete er mit Darkroom Digital Effects seine eigene Firma.
Er war auch für die Umsetzung der ersten komplett computeranimierten Figur in der Serie zuständig, dem Asgard Heimdall, der in der fünften Staffel erstmals auftaucht und von Teryl Rothery gesprochen wird. Sie spielte die Figur per Motion-Capture, was damals noch ausgesprochen selten war. Van Den Biggelaar meinte: "Das war bahnbrechend für eine Fernsehserie."