Replaykit: iOS 9 nimmt ohne Zusatzhardware Gameplay-Videos auf
Über iOS-Spiele werden künftig viel mehr Videos entstehen als bisher, denn Apple hat im kommenden iOS 9 eine Möglichkeit geschaffen, das Geschehen auf den Bildschirmen von iPhones und iPads aufzunehmen(öffnet im neuen Fenster). Bisher war dafür ein Mac oder ein fremdes SDK erforderlich. Replaykit wird das Framework genannt, das Entwicklern auf dem Kongress WWDC gezeigt wurde. Sie können damit aber nicht nur in Spielen, sondern auch in anderen Apps eine Videoaufnahme starten.
Die Bildschirmaufnahme kann mit einer einfachen Dialogbox in den Apps gestartet werden. Die Videodateien können über iOS mit anderen Nutzern geteilt oder auf Youtube und Co. heraufgeladen werden.
Wer will, kann über Replaykit sogar Audiokommentare einsprechen und auf einfache Schnittfunktionen zurückgreifen. Der Entwickler muss für die Funktion nur wenige Zeilen Code schreiben.
Die Konkurrenz hat derweil mit Kamcord zum Beispiel ein eigenes SDK entwickelt, mit dem unter iOS und Android ebenfalls Videomitschnitte angefertigt werden können. Im Gegensatz dazu ist Replaykit recht rudimentär aufgebaut und erlaubt zum Beispiel keine parallele Ausgabe des Bildschirminhalts auf Airplay-Geräten.
Die Streaming-Branche erwartet eine Vielzahl von Gaming-Videos und hohe Werbeeinnahmen. Deshalb hat Amazon das darauf spezialisierte Videoportal Twitch übernommen. Der Onlineversandhändler Amazon hatte das Streamingportal im vergangenen August für 970 Millionen US-Dollar gekauft. Google war leer ausgegangen und startet nun ein eigenes Angebot speziell für Spieler. Es enthält neue Funktionen für Livestreams und soll vom übrigen Youtube-Dienst abgeschottet sein.
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