Reparaturservice: Unabhängige Werkstätten erhalten Apple-Originalersatzteile

Apple bietet sein umstrittenes Programm für unabhängige Reparaturdienstleister nun auch in Europa an.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein iPhone 7 wird von iFixit zerlegt.
Ein iPhone 7 wird von iFixit zerlegt. (Bild: iFixit)

Unabhängige Werkstätten können nach einem Qualifizierungsprogramm nun auch Apple-Originalersatzteile für iPhones beziehen und verbauen. Daran sind allerdings strenge Auflagen geknüpft.

Das Programm für Independent Repair Provider (IRP) ermöglicht es Unternehmen jeder Größe, Reparaturen am iPhone mit Originalersatzteilen anzubieten. In den USA startete das Programm im Herbst 2019. Nach Angaben von Apple hatten sich seitdem rund 140 Reparaturunternehmen angeschlossen, sie bieten ihre Dienste an 700 Standorten in den USA an. Nun können auch europäische und kanadische Unternehmen teilnehmen.

Apple bietet den Partnern Schulungen sowie Werkzeuge, Reparaturanleitungen und Diagnosemöglichkeiten an, wie sie auch autorisierte Apple Service Provider und Apple Stores haben. Für die Teilnahme an diesem Programm entstehen keine Kosten und die Schulung ist für neue Unternehmen kostenlos.

An dem Programm gibt es in den USA massive Kritik. Der Website Motherboard wurden Verträge zugespielt, welche die Bedingungen zeigen, unter denen die Werkstätten dann arbeiten müssen. So müssen die Reparaturwerkstätten mit unangekündigten Audits und Inspektionen durch Apple rechnen, die auch dazu dienen, nach unerlaubten Bauteilen zu suchen, die nicht von Apple stammen. Werden solche Teile gefunden, kann Apple Vertragsstrafen von bis zu 1.000 US-Dollar pro Vorgang verhängen. Damit sind nachgemachte oder von Dritten bezogene Ersatzteile oder Reparaturen gemeint, welche die IRPs nicht durchführen dürfen.

Selbst wenn Werkstätten aus dem Programm ausscheiden, behält sich Apple das Recht vor, die Firmen noch bis zu fünf Jahre danach zu inspizieren. Das beinhaltet auch die Befragung von Mitarbeitern. Apple verlangt dem Bericht zufolge außerdem, dass die Werkstätten auf Anfrage Informationen über ihre Kunden weitergeben sollten. Dazu zählten Namen, Anschriften und Telefonnummern. Ob dies auch in Europa so gilt, ist bisher nicht bekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Zbox Pico PI430AJ
Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung

Die fast lautlosen Kühler von Frore Systems funktionieren gut. Mehr Leistung auf so kleinem Raum ist kaum möglich. Eine ARM-CPU wäre aber spannend.
Ein Test von Martin Böckmann

Zbox Pico PI430AJ: Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung
Artikel
  1. Kernfusion: US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen
    Kernfusion
    US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen

    Vor einem Jahr gelang der US-Forschungseinrichtung NIF ein wichtiger Fortschritt bei der Kernfusion. Der wurde inzwischen mehrfach wiederholt.

  2. Honeybee Robotics: Riesige Leucht- und Energietürme für den Mond
    Honeybee Robotics
    Riesige Leucht- und Energietürme für den Mond

    Ein Start-up plant die Errichtung einer Infrastruktur auf dem Mond. Riesige Leuchttürme sollen Energie generieren und zukünftigen Rovern ihren Weg weisen.

  3. Energiewende: Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf
    Energiewende
    Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf

    IT ist der Game Changer der Energiewende - nur nicht in Deutschland.
    Eine Analyse von Gerd Mischler

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /