Reorganisation: Tesla entlässt seinen IT-Chef

Teslas Chief Information Officer Gary Clark verlässt den Autohersteller aufgrund einer Reorganisation. Nach Informationen von Electrek(öffnet im neuen Fenster) wurde der erst vor einem Jahr eingestellte Clark entlassen. Er hatte zuvor in gleicher Position bei Juniper, dem zweitgrößten Netzwerkausrüster der Welt, gearbeitet und war Nachfolger von Teslas langjährigem Chief Information Officer Jay Vijayan, der das Unternehmen im Januar 2016 verließ. Anfang des Jahres verlor Tesla auch seinen Chefbuchhalter Eric Branderiz.
In der vergangenen Zeit schieden weitere IT-Führungskräfte und Topmanager bei Tesla aus. Nachdem Vijayan, der das ERP-System des Autoherstellers, genannt Warp (wie Warp Drive) mitentwickelte, verlassen hatte, folgte ihm Guru Sankararaman, Vice President of IT Infrastructure and Operations, wie Electrek berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Vijayan und Sankararaman schreiben in ihren LinkedIn-Profilen, dass sie nun Mitbegründer eines Startups seien, ohne nähere Angaben zum Unternehmen zu machen.
Die IT war schon immer ein sehr wichtiger Teil Teslas. Der Automobilhersteller entwickelte oft seine eigene, interne Software anstatt die gängigere Unternehmenssoftware von Drittanbietern wie SAP zu kaufen.
In einem Interview mit CIO Insight(öffnet im neuen Fenster) im Jahr 2014 erläuterte Vijayan, was Tesla dazu veranlasst habe, sein Warp-System selbst zu entwickeln: "Die Vision von Elon ist es, eine vertikal integrierte Organisation aufzubauen, in der der Informationsfluss nahtlos abteilungsübergreifend erfolgt, und in der wir einen geschlossenen Feedback-Kreislauf zu unseren Kunden haben."
"Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, brauchten wir eine einfache und zentrale Business-Operations-Software, die alle Abteilungen miteinander verbindet und einen nahtlosen Informationsfluss zwischen den Abteilungen ermöglicht. Wieder einmal konnten wir kein einziges Softwareprogramm auf dem Markt finden, das dieses Bedürfnis befriedigte."
Im vergangenen Monat kündigte Musk an, das Management auszudünnen und das Unternehmen umzustrukturieren, um in der zweiten Jahreshälfte Profitabilität zu erzielen. Danach wurde bekannt, dass Tesla bis zu neun Prozent der Belegschaft entlassen müsse.
