Renesas SP Drivers: Apple will Chiphersteller kaufen
Apple führt Verhandlungen, um eine Tochter des japanischen Chipherstellers Renesas Electronics zu kaufen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet(öffnet im neuen Fenster) , liegt der verhandelte Preis bei 50 Milliarden Yen (479 Millionen US-Dollar). Renesas SP Drivers ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sharp und Powerchip aus Taiwan. Auch das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) hat aus verhandlungsnahen Kreisen von den Verkaufsgesprächen erfahren.
Apple wolle die 55 Prozent an Renesas SP Drivers kaufen, die Renesas gehören.
Die meisten der 240 Beschäftigten in Japan sollen im Unternehmen bleiben. Apple will die Übernahme im Sommer 2014 abschließen. Laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) soll Renesas noch mit weiteren Kaufinteressenten reden.
Renesas SP ist laut Nikkei einer der weltgrößten Hersteller für Treiberbausteine und Controller für kleine und mittelgroße Displays. Das Unternehmen hat einen Marktanteil von rund einem Drittel und liefert laut dem Bericht alle Treiberbausteine und Displaycontroller für die iPhones.
Sharp hält 25 Prozent an dem Joint Venture, Powerchip, der Hersteller der Treiberbausteine und Controller, besitzt 20 Prozent. Auch Sharp will seine Anteile an Apple abgeben, falls der US-Konzern kaufen will.
Renesas entwickelt und fertigt Halbleiter-Systemprodukte für den Mobil-, Automobil-, PC- und Digital-Home-Electronics-Markt. Das am 1. April 2003 gegründete Unternehmen liefert seit 2010 System-on-Chip-Bausteine, Smartcard-ICs, Mixed-Signal-Produkte und Flashspeicher und ist wirtschaftlich angeschlagen. Das Unternehmen hat in den vergangenen acht Jahren 6,28 Milliarden US-Dollar Verlust erwirtschaftet.
Apple hatte 2012 den Kauf des Flashspeicherexperten Anobit bestätigt , dessen Technologie die Lebensdauer von SSDs verlängert. Anobits Technik Memory Signal Processing soll dafür sorgen, dass SSDs mit MLC-NAND-Chips mehr als 50.000 Schreibzyklen verkraften. Dies sei eine Verbesserung um das 20fache im Vergleich zu 3.000 Zyklen bei herkömmlichen MLC-SSDs, so Anobit. Anobit beschreibt die Technik als verbessertes ECC (Error Correction Code) mit proprietären Algorithmen zur Signalverarbeitung. Die Technologie des Unternehmens kommt bereits im iPhone, iPad und Macbook Air zum Einsatz.
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