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Renesas: Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

Artikel veröffentlicht am ,
Renesas-Produkt im Mai 2012
Renesas-Produkt im Mai 2012 (Bild: Kim Kyung Hoon/Reuters)

Renesas will bis zu 14.000 Arbeitsplätze abbauen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, werden damit 30 Prozent der 42.800 Beschäftigten ihre Arbeit verlieren. Renesas muss zudem seine größte Fabrik verkaufen.

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Die Quelle der Nachrichtenagentur Bloomberg erwartete nur einen Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, Reuters berichtete von 12.000.

Renesas entwickelt und fertigt Halbleiter-Systemprodukte für den Mobil-, Automobil-, PC- und Digital-Home-Electronics-Markt. Das am 1. April 2003 gegründete Unternehmen liefert seit 2010 System-on-Chip-Bausteine, Smartcard-ICs, Mixed-Signal-Produkte und Flashspeicher.

Die Fabrik in Tsuruoka in der Yamagata-Präfektur soll zusammen mit 1.400 Arbeitern an den taiwanischen Auftragshersteller TSMC verkauft werden. Dort wurden Chips für Flachbildschirmfernseher und andere Produkte gefertigt. Der japanische Markt für Fernseher ist stark eingebrochen, Renesas erwirtschaftet Verluste und kann die laufenden Kosten für die schlecht ausgelastete Fabrik nicht mehr aufbringen.

Keine eigene Renesas-Fertigung mehr für Nintendo-Spielekonsolen

Chips für Nintendos Spielekonsolen und für andere wichtige Kunden werde Renesas weiter anbieten, die Produktion aber an TSMC auslagern. Das Angebot von System-on-Chip-Bausteinen werde jedoch massiv zusammengestrichen. Auch die Schließung einer Fabrik für LCD-Chips werde von Renesas geprüft. Die Produktionsstätte befindet sich in der Fukui-Präfektur.

Weitere 1.000 Beschäftigte, darunter auch Chipentwickler für Smartphones, sollen in ein gemeinsames Unternehmen mit Fujitsu und Panasonic ausgelagert werden, auf dessen Gründung Renesas bis Ende Juni 2012 hofft.

Den vom Stellenabbau Betroffenen sollen Abfindungspakete angeboten werden. Um die Kosten für den Abbau und die Fabrikschließung zu tragen, soll eine Kapitalerhöhung in Höhe von 100 Milliarden Yen (1 Milliarde Euro) durch Herausgabe neuer Aktien erfolgen. Die Aktien werden den drei Haupteignern Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC angeboten, die zusammen 90 Prozent der Stimmrechte an Renesas halten. Auch ausländischen Investmentkonzernen sollen die Anteilsscheine verkauft werden.

Laut mehreren unbestätigten Medienberichten wird Micron Technology den japanischen Konkurrenten Elpida Memory kaufen.

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satan0rx 28. Mai 2012

Du hasts erfasst Das ist Consumer Zeugs. Repariert wird da nix. Es gibt 2 Jahre...


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