Renault: Zweiter Einsatz für Akkus aus E-Autos in Motorbooten

Das Motorboot Black Swan ist für Sightseeing-Touren in Paris gedacht und wird rein elektrisch angetrieben. Der notwendige Strom wird in Akkus gespeichert, die aus Elektroautos stammen. Renault zeigt damit, was mit Lithium-Ionen-Akkus gemacht werden kann, die nicht mehr gut genug für Autos, aber keineswegs kaputt sind.
Für das Projekt arbeiteten Renault, die Seine Alliance und Green-Vision zusammen und wollen nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) so demonstrieren, wie sich eine Kreislaufwirtschaft umsetzen lässt. Das Motorboot ist ein Prototyp für eine ganze Flotte rein elektrischer Boote, die der Renault Partner Seine Alliance nach und nach in den Dienst stellen will. Bis 2024 plant der Anbieter von Flussfahrten, seine gesamte Flotte zu elektrifizieren.
Das emissionsfreie Motorboot Black Swan kommt für rund zweistündige Ausflugsfahrten für Gruppen mit bis zu acht Personen zum Einsatz. Anschließend werden die Energiespeicher innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder aufgeladen. Im Motorboot befinden sich zwei Elektro-Propellergondeln mit einer Leistung von jeweils 10 kW.
Renault hat mit dem Zoe Deutschlands meistverkauftes Elektroauto im Sortiment. Im ersten Halbjahr wurden 5.551 Renault Zoe zugelassen, was im Jahresvergleich einem Zuwachs von 106 Prozent entspricht. Nach Angaben von Renault hat der Fünftürer in Deutschland einen Marktanteil von 17,9 Prozent bei den Elektroautos.
Renault hat zwar weitere Elektroautos im Programm, davon wurden jedoch wesentlich weniger verkauft. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2019 6.295 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (Twizy, Zoe, Kangoo Z.E. und Master Z.E.) vertrieben.



