Elektroautofahren ohne Reichweitenangst

Ob wir denn mit dem Elektroauto ohne Ladestopp von Köln nach Schleswig gekommen seien, will ein Berliner wissen, der im gleichen Hotel in Schleswig abgestiegen ist wie wir. Die Antwort müssen wir schuldig bleiben: Der Zoe, den Renault Golem.de zum Testen zur Verfügung gestellt hat, hat zwar ein Kölner Kennzeichen. Aber wir sind ja aus Hamburg angereist.

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Sie würde "nein" lauten - die gut 550 Kilometer würde der französische Kleinwagen nicht schaffen. Die offizielle Angabe für die von uns getestete Version Z.E.50 mit dem 52-Kilowattstunden-Akku ist 383 Kilometer nach dem Zyklus Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP). Im Display erscheinen bei voll geladenem Akku mal 353 Kilometer, mal 402 Kilometer.

Gestartet waren wir in Hamburg bei einem Ladestand von 87 Prozent. Zum ersten Mal geladen haben wir in Eckernförde. Bis dahin war der Ladestand auf 46 Prozent gesunken. Laut Kilometerzähler sind wir 137 Kilometer gefahren, laut Reichweitenanzeige 152. Obwohl der Akku noch fast halb voll ist, laden wir lieber, bevor wir zu einer größeren Schleife über Maasholm am Ende der Schlei nach Schleswig starten.

Die Station, die wir ausgesucht haben, ist beliebt - aus einem naheliegenden Grund: Das Laden ist hier kostenlos. Von sechs Ladepunkten sind vier besetzt. Außer uns hängen noch ein BMW i3 und zwei Teslas am Kabel. Außerdem steht das Auto an diesem heißen Junitag im Schatten. Ein bisschen Sightseeing am Hafen und in der Altstadt, ein Besuch in einer ausgezeichneten Destille - nur ein Probierschluck, schließlich muss das Auto noch bewegt werden -, ein Krabbenbrötchen und ein Schnack mit dem i3-Fahrer reichen aus, dass der 22-Kilowatt-Lader im Parkhaus den Akku voll geladen hat.

  • Der Kleinwagen Renault Zoe... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ist eines der am meisten verkauften Elektroautos. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist seit 2013 auf dem Markt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Renault hat das Auto noch einmal überarbeitet. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es gibt zwei Antriebs- und Akkugrößen sowie Variationen in der Ausstattung. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wir sind das Mdoell Z.E. 50 Intens R135 gefahren. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Blick ins Innere (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für zwei Personen ist genug Platz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Rücksitz ist es aber etwas eng für den Kopf und die Beine. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Bedienkonzept hat uns gefallen: Einige Funktionen werden über den 10-Zoll-Touchscreen gesteuert, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... für andere gibt es Knöpfe. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Schalthebel. Das Auto bietet zwei Rekuperationsstufen: normal (D) und stark (B). (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Rückfahrkamera ist praktisch. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Navigationssystem zeigt unter anderem an, wie weit das Auto noch mit dem aktuellen Ladestand kommt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es zeigt auch die Ladesäulen in der Nähe an. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wo entsprechende Daten vorhanden sind, gibt es eine 3D-Darstellung. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Handschuhfach fanden wir etwas klein. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Kofferraum... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • .. ist Platz für reichlich Gepäck. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kabel liegen darunter, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... weshalb wir vor dem ersten Laden ausräumen mussten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto hat zwei Anschlüsse: Typ 2... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und CCS. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Ladestation in Eckernförde ist beliebt - Laden ist dort kostenlos. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug hat gut 52 kWh nutzbare Akkukapazität. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Manche Meldungen haben uns gewundert. Sie sind wohl für Umsteiger von Verbrennern gedacht, (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ausflug mit dem Auto an die Küste hat uns gefallen. (Bild: Petra Vogt)
Das Auto hat zwei Anschlüsse: Typ 2... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
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So ließ sich das Laden immer gut in den Tagesablauf integrieren: Auto an der Ladesäule abstellen, besichtigen und Auto später wieder abholen. In Schleswig hatten wir ein Hotel mit eigenem Ladepunkt gebucht. Unsere Idee war, dass wir dann jeweils morgens mit vollem Akku losfahren können. Leider wollte der erst kürzlich installierte Lader nicht so wie wir. Aber in der Umgebung gab es Alternativen. Wir sind in einer knappen Woche 1.100 Kilometer gefahren und haben fünf Mal geladen, davon vier Mal voll oder fast voll.

Ein Grund für den recht geringen Verbrauch war, dass wir den Zoe meist im "Eco"-Modus gefahren sind. Der wird durch einen Knopf unter dem Display aktiviert. Dabei wird die Leistung gedrosselt, die Höchstgeschwindigkeit ist auf etwa 100 km/h begrenzt. Durch einen Kickdown des Fahrpedals kann die volle Leistung abgerufen werden. Im Normalbetrieb beschleunigt das Auto deutlich stärker und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit, die auf etwa 140 km/h begrenzt ist.

Zudem hatten wir meist die höhere Rekuperationsstufe aktiviert, bei der das Auto beim Lupfen des Fahrpedals deutlich verzögert. Einen Ein-Pedal-Modus wie der Nissan Leaf hat der Zoe nicht. Das Auto bremst bis auf Schrittgeschwindigkeit. Zum Anhalten muss das Bremspedal getreten werden.

Wie gut ist der Zoe auf der Autobahn?

Schließlich waren wir eher moderat unterwegs. Auf den schmalen und gewundenen Straßen in Angeln bot sich bequemes Cruisen mit Tempo 70 an. Auch die zwar endlos geraden, aber oft schmalen Straßen auf den Koogen bei Husum verleiteten nicht zum rasanten Fahren.

Auf dem Rückweg nach Hamburg wollten wir es dann doch mal wissen: Wir sind ein größeres Stück über die Autobahn im Normalmodus gefahren. Hier zeigte sich der Vorteil des Elektroantriebs: Das Auto beschleunigt gut und ist auch bei Höchstgeschwindigkeit beherrschbar. Allerdings stieg auch der Stromverbrauch signifikant an.

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 Viele Assistenten, von denen die meisten gut funktionierenFazit und Preis des Renault Zoe 
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recluce 17. Jul 2020

Da ist nichts günstig. Du verheizt damit sage und schreibe 67 kWh an Energie pro 100 km...

Heldbock 16. Jul 2020

Klar, ihr kauft vergleichsweise billig in Deutschland und holt euch noch die fast 20% an...

David64Bit 14. Jul 2020

Tesla baut zwar momentan die besten Elektroautos, aber vom reinen "Auto" Part her sind...

ratti 13. Jul 2020

Wir sind 8 Jahre Erdgas gefahren, und ich kann die Reichweiten-Angst bestätigen. Als der...

Eheran 13. Jul 2020

Also abgesehen davon, dass du selbst deine Aussage belegen musst und nicht andersrum...



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